| Tiere in der Literatur, Satire mit scharfer Munition
Le Regard Libre Nr. 84 - Quentin Perissinotto
Dossier «Der Mensch und das Tier»
Im Laufe der Literaturgeschichte begegnen wir einer fröhlichen und großen Menagerie. Von La Fontaines Fabeln über George Orwells Farm der Tiere bis hin zu einem großen Teil der Fantasy taucht der Leser in eine Welt aus Federn, Pelzen und zähnefletschenden Pfoten ein. Ziel dieses Artikels ist es nicht, einen vollständigen Überblick über das Zusammenleben von Menschen und Tieren in der Literatur zu geben - das wäre ein zu mühsames und illusorisches Unterfangen, da sich die Vielfalt einer Synthese entziehen würde -, sondern vielmehr, anhand eines emblematischen Werkes zu sehen, welches Gesicht sich offenbart, wenn Menschen und Tiere einander mit Blicken mustern.
Wenn es eine Erzählung gibt, die einen Wendepunkt in unserer Vorstellung von Tieren einleitete, dann ist es der Roman de Renart! Er allein hat einen Wandel in der Alltagssprache herbeigeführt.
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