Aznavour durch seine Instrumentierungen

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geschrieben von Jonas Follonier · 25 November 2018 · 0 Kommentare

Aznavour war ein großer Dichter. Aber man vergisst oft, dass der Erfolg des Liedermachers und Interpreten auch auf besonders gelungenen Instrumentierungen beruht, die im Dienste der Texte stehen. Streicher, Klavier und Trockengitarre finden sich in einem kohärenten musikalischen Stil wieder.

Charles Aznavour, dessen Tod wir heute aufgrund seiner atemberaubenden Karriere betrauern, hinterlässt uns mehr als eintausendzweihundert Lieder, für die er fast alle Texte geschrieben hat. Aznavour war auch ein großer Komponist. Der ebenfalls aus Armenien stammende Georges Garvarentz war sein großer musikalischer Komplize, dem wir Klassiker wie Et pourtant, Non je n'ai rien oublié oder Les plaisirs démodés verdanken. Aber wenn Charles Aznavour beim Fest des französischen Chansons 2013 auf France 2 erklärte, dass ein Chanson vier Autoren habe, nämlich den Dichter, den Komponisten, den Interpreten und das Publikum, dann schien uns mindestens ein Chanson vier Autoren zu haben, nämlich den Dichter, den Komponisten, den Interpreten und das Publikum.

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Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».