Der Körper im Zeitalter des Covid-19
Le Regard Libre Nr. 71 - Stéphanie Perruchoud
In Erwartung weiterer Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der aktuellen Gesundheitssituation zu lindern, macht sich zunehmend ein Wind der Bestürzung bemerkbar. Wir fragen uns, wie lange diese Situation noch anhalten wird, vor allem aber, wie lange wir die soziale Distanz, das Tragen von Mundschutz, die Entfernung von unseren Angehörigen oder den Verzicht auf bestimmte gewohnte Aktivitäten ertragen werden. In diesem Zusammenhang werden wir - und ich als Erste - mit einem Paradoxon konfrontiert: Inwieweit können wir die Gesundheit des Körpers bewahren und gleichzeitig auf unseren eigenen Körper verzichten? Hinter diesem Paradoxon steht die Frage: Was ist ein menschliches Leben?
Die Ankunft des Covid-19 hat unser Leben, unsere Gewohnheiten und unsere Beziehungen auf den Kopf gestellt. Innerhalb weniger Monate mussten wir lernen, unseren Lebensrhythmus zu verlangsamen, uns einige neue Verhaltensweisen anzueignen und uns auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.
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