Claude Calame: «Die EU macht sich eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig».»
Le Regard Libre Nr. 82 - Diana-Alice Ramsauer
Dossier «Einwanderung»
Mit Empörung und Verzweiflung beobachtet der Lausanner Claude Calame die aktuelle Migrationssituation. Für den Hellenisten und Anthropologen, Mitglied von SOS-Asile und Aktivist der linken, antikapitalistischen Partei SolidaritéS, ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass die Menschen im Exil in erster Linie Menschen sind - Männer, Frauen, Kinder und manchmal auch Neugeborene. Das vergessen die politischen Entscheidungsträger, was sie dazu verleitet, restriktive Maßnahmen zu ergreifen, die den Migranten jegliche Würde absprechen. Die Schweiz schweigt zu all dem. Schlimmer noch, sie unterstützt es: indem sie beispielsweise das Schengen-Dublin-Abkommen extrem restriktiv anwendet oder ihre Mittel für Frontex aufstockt. Und die Strategien der Entwicklungszusammenarbeit, die auf öffentlich-privaten Partnerschaften mit multinationalen Konzernen basieren, nehmen das Problem beim Schopf.
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