Da der Liberalkonservatismus ein Erbe verankert, dessen Kern die individuelle Freiheit ist, kann er eher eine kohärente Synthese als einen schwachen Kompromiss bilden. Hier ist eine Skizze, die sich auf Burke, Scruton und Kolnai ebenso stützt wie auf Smith, Tocqueville und Hayek.
Was wäre, wenn die Achillesferse der Moderne nicht so sehr wirtschaftlicher oder sozialer, sondern demografischer Natur wäre? Die britische Essayistin Louise Perry zeigt, wie der Rückgang der Geburtenrate im Westen das Ende des Modells beschleunigen könnte, das zwei Jahrhunderte des Fortschritts geprägt hat.
Die freie Einwanderung aus der EU steigert zwar die Wirtschaftsleistung, hat aber gravierende, übersehene Nebenwirkungen. So wird sie zum Motor einer illiberalen Transformation der Schweiz.
David Betz, Professor am King's College, ist der Ansicht, dass der Westen eine kritische Schwelle überschritten hat: Die Schwächung der politischen Legitimität, die Fragmentierung der Identität und der Verlust des sozialen Zusammenhalts sind allesamt Faktoren für künftige gewalttätige Aufstände.
Die demografische Realität war in den politischen Debatten des vergangenen Jahres im Bereich der Vorsorge oder der Gesundheitskosten der große Abwesende. Es ist an der Zeit, unseren Sozialstaat auf der Grundlage einer kohärenten und langfristigen Vision zu erneuern.
Die britische Labour-Partei gewann die Wahlen im Juli dank der Unterstützung einer Wählerschaft, die sich für eine restriktive Migrationspolitik einsetzt. Es ist jedoch nicht sicher, ob Labour in der Lage sein wird, ihre Versprechen in diesem Bereich einzuhalten.
Die Geschichte Ägyptens zeigt, wie Migrationsströme in Verbindung mit Kompetenztransfers letztendlich die Schaffung eines politisch und sozial starken Staates begünstigen können.
Die Neue Volksfront, die am Sonntag in der zweiten Runde der vorgezogenen Parlamentswahlen den ersten Platz belegte, bildet keine absolute Mehrheit in der Versammlung. Frankreich ist rechtsgerichtet und Emmanuel Macron wird dies bei der Ernennung des Premierministers berücksichtigen müssen.
Die jüngste Wahl von Javier Milei zum argentinischen Staatspräsidenten offenbart die Grenzen der Bezeichnung ’rechtsextrem«. Zwischen Widersprüchen und Ungenauigkeiten gilt es, die Relevanz dieses politischen Etiketts zu hinterfragen, das eher infam als informativ geworden ist.