Die freie Einwanderung aus der EU steigert zwar die Wirtschaftsleistung, hat aber gravierende, übersehene Nebenwirkungen. So wird sie zum Motor einer illiberalen Transformation der Schweiz.
In Zeiten geopolitischer Turbulenzen kann Interventionismus wünschenswert sein, vorausgesetzt, die politische Macht ist in der Lage, später wieder umzukehren. In einem Land wie Frankreich, das bereits überschuldet ist, ist dies jedoch nicht der Fall.
Während die Europäische Union eine Zeit der Zweifel durchlebt, sind ihre lange Zeit festgefahrenen Beziehungen zur Schweiz Gegenstand einer Debatte, da im Dezember der Abschluss der Verhandlungen angekündigt wurde. Ein Gespräch mit René Schwok, Experte für europäische Fragen.
Die Europäische Union ist der Ort einer großen politischen Konfrontation zwischen Souveränisten und Befürwortern einer Form der internationalen Regierungsführung. Eine Situation, die die zentrale und heikle Frage nach der Souveränität im Zeitalter der Globalisierung aufwirft.
Nach ähnlichen Vereinbarungen mit Tunesien, Mauretanien und Ägypten kündigte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, am 2. Mai in Beirut eine Hilfe in Höhe von einer Milliarde Euro an, um die «sozioökonomische Stabilität» des Libanon zu unterstützen.
Seit der Jahrhundertwende nehmen die Einkommensunterschiede weltweit ab. In China, Indien, Russland, den USA und innerhalb der europäischen Länder - nicht aber in der Schweiz - nimmt die Einkommensungleichheit jedoch zu. Erklärungen für ein neuartiges Phänomen, das sich fortsetzen wird.
Anlässlich unseres Schwerpunkts über Gemeinschaften, insbesondere nationale Gemeinschaften, kreuzen die französischen Essayisten Alexandre del Valle, Geopolitologe, und Philippe Val, Leitartikler, die Klingen über die Idee des europäischen Souveränismus, die insbesondere von Emmanuel Macron vorangetrieben wird.
Der sozialdemokratische Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zeichnet ein kompromissloses Bild der aktuellen Situation des Landes und seiner jüngsten Vergangenheit: Institutionen, soziale Frage, Zustand der Linken... alles ist dabei.
Nachdem er lange Zeit das Gesicht des politischen Journalismus in der Romandie war, erzählt Alain Rebetez den Schweizern als Korrespondent von Tamedia in Paris von Frankreich. Fünf Jahre nach seiner Ankunft, Bilanz über seine Mission und die Unterschiede zwischen den beiden Ländern.