Libanon: Eine Milliarde Euro als Trostpflaster für politisches Versagen
Sophie Woeldgen © Nathanaël Schmid für Le Regard Libre
Jeden Monat finden Sie die Kolumne einer der Persönlichkeiten, die uns das Vergnügen machen, abwechselnd für Le Regard Libre die Feder zu führen. Die freie Journalistin Sophie Woeldgen berichtet aus ihrer Sicht als Reporterin im Nahen Osten über ein Thema, das sie in den Fingern juckt.
Dass die Europäische Union die Bewältigung der Migrationskrise im Mittelmeerraum mit Milliardenbeträgen auslagert, ist hinlänglich bekannt. Nach ähnlichen Abkommen mit Tunesien, Mauretanien und Ägypten kündigte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen am 2. Mai in Beirut eine Hilfe von einer Milliarde Euro an, um die «sozioökonomische Stabilität» des Libanon zu unterstützen.
Ein Viertel davon soll an die libanesische Armee und Küstenwache gehen, um den Kampf gegen illegale Einwanderung zu verstärken. Der Rest ist für die Bewältigung der Syrienkrise vorgesehen. Wie der libanesische Premierminister vor den Medien erklärte
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