Les mercredis du cinéma - Diana-Alice Ramsauer Un article paru dans Bon pour la tête Oui, la série Au nom...
Charles Aznavour ist nicht als der größte Provokateur des letzten Jahrhunderts bekannt und wird auch nie als Erotikautor angesehen werden. Dennoch ist Sex in seinen Werken sehr wohl präsent, mit mehr oder weniger Andeutung.
Der Roman «Portnoy und sein Komplex» aus dem Jahr 1969, der dem Amerikaner Philip Roth zu schwefliger Berühmtheit verhalf, ist ein kleines Buch, an dem man nicht vorbeikommt. Der Autor hatte bereits zehn Jahre zuvor eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel «Goodbye, Columbus» veröffentlicht, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Nichtsdestotrotz waren Roths obsessive Themen bereits vorhanden, allen voran natürlich das Judentum. Dieser Schriftsteller ist zweifellos obsessiv, wie alle Genies. Stellen Sie sich einen Tarantino vor, der nicht besessen wäre, ebenso wie ein Proust, ein Polnareff, ein Flaubert oder ein Kubrick. Und es gibt eine Obsession, die sich durch «Portnoy und sein Komplex» zieht: die Obsession mit dem Thema Sex.
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