Ist die Welt wirklich so schlecht, wie wir denken?
Le Regard Libre Nr. 33 - Clément Guntern
Der Mensch von heute neigt dazu zu glauben, dass die Welt, die Gesellschaft, in der er lebt, am schlimmsten ist. Kriege, Hungersnöte und Gewalt sind allgegenwärtig.
Man muss nicht extra in die Kneipe gehen, um das zu hören. Diese in den Medien und in der Politik so weit verbreitete Rhetorik zeichnet das Bild einer Welt voller Gefahren und Katastrophen. Auch Intellektuelle schließen sich dem Chor der Panikmacher an, die über die Welt, in der wir leben, klagen. Persönlichkeiten, von denen wir erwarten würden, dass sie in der Lage sind, aktuelle Probleme zu analysieren, lassen sich in ihren Äußerungen von momentanen Gefühlen leiten, wie beispielsweise der ehemalige Stabschef der US-Streitkräfte, der vor drei Jahren von einer Welt sprach, die «noch nie so gefährlich gewesen sei wie heute».
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