Die provenzalische Verwurzelung von Charles Maurras, einem bedeutenden Kritiker der parlamentarischen Demokratie, sowie sein «organisatorischer Empirismus» nährten seinen Protest gegen das republikanische Regime im Namen der lebendigen Gemeinschaften.
Liberale haben Formen unbegrenzter Macht, ob monarchisch, revolutionär oder demokratisch, immer misstrauisch beäugt. Diese Autoren waren die energischsten Befürworter einer strikten Begrenzung der Macht, unabhängig davon, wer sie innehat oder wie sie organisiert ist.
Seit der Französischen Revolution war die Demokratie in ihrer repräsentativen Form oft umstritten und konnte die autoritären Bestrebungen bestimmter Denkrichtungen nie ganz auslöschen. Dennoch blieb auch die direkte Demokratie nicht von Kritik verschont.
Auf ihrer Reise durch acht US-Bundesstaaten haben vier Redakteure unseres Mediums untersucht, was sich die USA und die Schweiz, Schwesterrepubliken mit sich überschneidenden demokratischen Einflüssen, in Zeiten des von Donald Trump angezettelten Handelskriegs noch zu sagen haben
Die Iran-Israel-Krise hat eine alte Versuchung des Westens wiederbelebt: den Regimewechsel. Die Illusion eines sofortigen politischen Wandels scheitert jedoch an der Tatsache, dass Regime vergehen, während die Menschen, ihre Geschichte und ihre Kultur bestehen bleiben.
Während die Debatte immer polarisierter und personalisierter wird, verteidigt Antoine Vuille die Bedeutung einer strengen Argumentation. Der Philosoph lädt dazu ein, die Laster zu vermeiden, die den Ideenaustausch in der Demokratie schwächen, nicht ohne einigen unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Die Vereinigung ist ein Heilmittel gegen die Abschottung in demokratischen Systemen, in denen die Abhängigkeit von anderen, die in feudalen Systemen vorherrschte, abgebaut wird. Sie ermöglicht es ihren Mitgliedern auch, sich über ihre persönlichen Interessen hinaus zu engagieren, ohne den Umweg über den Staat gehen zu müssen.
Das Aufkommen der Moderne hat das politische Denken grundlegend verändert. Da die Vorstellung einer göttlichen Bestimmung der politischen Ordnung verschwunden war, rückte die Frage nach der Legitimität jeglicher politischer Organisation der Gesellschaft in den Mittelpunkt.
Selbst innerhalb einer theoretisch demokratischen Institution, der Europäischen Union, mangelt es der direkten Demokratie nicht an Feinden, so Ghislain Benhessa. Interview mit dem Straßburger Anwalt über seinen neuesten Essay «Das unmögliche Referendum».