«Maria Magdalena»
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Film-Mittwochs - Loris S. Musumeci
«Gott würde sich wünschen, dass du Mutter wirst».»
Judäa, im dreiunddreißigsten Jahr unserer Zeitrechnung. Die Landschaft ist trocken, aber das Wasser belebt sie. Zwei Frauen fischen mit dem Netz. Sie werden in einer Notsituation unterbrochen, da eine andere Frau in ihrem Haushalt ein Kind bekommen soll. Nur Maria Magdalena (Rooney Mara) findet die Worte und die Haltung der Erleichterung. Sie hat jedoch noch nie eine Geburt erlebt. Es ist jedoch kein Fehler, dass sie nicht verheiratet werden wollte. Ihre Familie sucht für sie den richtigen Mann, aber sie findet nie Befriedigung. Die Ehe an sich scheint sie zu verabscheuen.
Ein Heiler wird geholt, weil sie von einem Dämon besessen ist. Aufgrund ihrer Situation und ihrer Andersartigkeit halten sie alle für verrückt. Die gewaltsame und hartnäckige Heilung scheitert. Ein anderer Heiler, «der nicht wie die anderen ist», kommt zu ihr: Er heißt Jesus. Er sagt zu ihr: «Ich kann hier keine Dämonen finden». Sie ist begeistert und will ihm auf seinen Predigtreisen folgen. Sie löst sich abrupt von ihrer Familie und gerät in eine Krise, aber sie hat keine Wahl. Maria Magdalena fühlt sich in ihrem Innersten von Jesus berufen. Sie hat ihren Weg gefunden: ihm zu folgen. Bis zum Kreuz und darüber hinaus.
Ideologische und theologische Debatten
Marie Madeleine sorgt für großes Aufsehen. Der Regisseur, Garth Davis, Er wird als einer der Reformer des biblisch inspirierten Films angesehen. Seine Reform betrifft auch historische und theologische Aspekte des Lebens der «Apostelin der Apostel». Einige sehen darin die Wiederherstellung eines gerechteren Bildes von Frauen und ihrer Beziehung zu Jesus, andere halten es für ein ideologisches Werk. Tatsächlich ist die Debatte eher unfruchtbar, da Garth Davis in seiner Kunst frei ist. Die Urheberrechte am Leben Christi stehen seit langem jedem zur Verfügung, egal ob er gläubig oder atheistisch ist.
Es bleibt jedoch festzuhalten, dass der Regisseur tatsächlich beschlossen hat, in seinem Film eine eher feministische Botschaft zu vermitteln. Ob es den schockierten Kirchenvertretern nun gefällt oder nicht, der Blick auf Maria Magdalena entspricht eher der heutigen christlichen Lehre. Sie wird nicht mehr unbedingt als bekehrte Prostituierte angesehen, denn Frauen waren treue Jüngerinnen, die einen direkteren und stärkeren Glauben hatten. Die Frauen waren in ihrem Glauben viel stärker und hatten einen viel stärkeren Glauben, Marie Madeleine ist nur ein Film und nicht alles darin ist als Wort des Heiligen Geistes zu betrachten.
Theologisch-moralische Überlegungen im Film
Die Entscheidung, Judas als Erleuchteten zu zeigen, der davon träumt, zu seiner verstorbenen Frau und Tochter in den Himmel zu kommen, ist interessant, aber nicht unumstritten. Dasselbe gilt für die Besetzung der Apostel, zu der auch dunkelhäutige Schauspieler gehören, wie z. B. Petrus. Auch hier steht es dem Regisseur frei, seine eigene Sicht auf den Fall zu liefern. Andererseits gibt es echte Mängel und Qualitäten des Films, die nur eine Frage der Filmkunst sind. Es ist notwendig, sie zu erwähnen. Andernfalls würde der Zuschauer in die Falle einer ausschließlich theologisch-moralischen Betrachtung des Films tappen.
Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist, um von Kino zu sprechen, in ihrer Qualität sehr heterogen. Während die Frauen - insbesondere Rooney Mara in ihrer Darstellung der Maria Magdalena und Irit Sheleg als Maria, die Mutter Jesu - durch ihr sauberes, ausdrucksstarkes und nüchternes Spiel zu berühren vermögen, ist dies bei den Männern nicht der Fall. Judas (Tahar Rahim) überspielt den Erleuchteten; Petrus (Chiwetel Ejiofor) übertreibt die harten, starken, gefühllosen, aber dennoch überwältigten Typen, weil der Glaube so gut ist. Ganz oben auf der Liste der Lächerlichkeit steht jedoch die Figur des Jesus (Joaquin Phoenix). Obwohl der Schauspieler sich im Dienst der Sache hätte auszeichnen müssen, beschränkt er sich darauf, einen schrillen Alkoholiker mit leerem Blick zu spielen. Zutiefst enttäuschend.
Ein mittelmäßiger Film
Auf der Seite der Musik sind die gleichen Auswüchse des allzu Spirituellen und Mystischen zu bemerken. Die aufsteigenden Geigen wollen die ernsten Stunden markieren, werden aber schließlich absolut nervtötend. Was die Fotografie betrifft, die im Gegensatz zur gesamten technischen Arbeit für den Film steht, ist sie gelungen. Die Reinheit seiner Körnung und seine faden Farben, die zeitweise in ein warmes Orange übergehen, sind eine wahre Augenweide. Abgesehen von Garth Davis' Talent für Landschaftsaufnahmen besticht die eingefrorene Aufnahme der Kreuzigung. Wie ein Gemälde lässt der Augenblick des Todes den Film wieder auferstehen und verleiht ihm eine unsagbare Kraft.
Trotz allem bleibt der Film am Ende mittelmäßig. Er wird sich nicht in die Reihe der biblisch inspirierten Meisterwerke einreihen, wie das kürzlich erschienene Passion Christi von Mel Gibson, der Jesus von Nazareth von Franco Zeffirelli oder Die Zehn Gebote von Cecil DeMille. Der Film von Garth Davis kann ihnen leider nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen. Im Gegensatz zur Ewigkeit der erhabenen Figur der Maria Magdalena, Marie Madeleine wird schnell vergessen werden.
«Ich habe es gesehen. Es war kein Traum.»
Schreiben Sie dem Autor: loris.musumeci@leregardlibre.com
Bildnachweis: © Universal Pictures
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