«Lara Jenkins»: Der gewöhnliche Anspruch
Le Regard Libre Nr. 74 – Fanny Agostino
Spezialdossier «Die Figur des Musikers im Film»
Ist Strenge in der elitären Welt der Musiker gleichbedeutend mit Anspruch? Jan-Ole Gerster verfolgt mit Lara Jenkins den Alltag einer verbitterten 60-Jährigen auf der Suche nach Erlösung. An ihrem Geburtstag will ihr Sohn Viktor ein Konzert geben, um seine neuen Kompositionen vorzustellen. Im Streit mit ihrem Nachwuchs - oder besser gesagt im interstellaren Frost - beschließt die Stiefmutter, die restlichen 20 Eintrittskarten zu erwerben und macht es sich zur Aufgabe, sie vor Beginn der Veranstaltung zu verteilen. Werden sich die Jenkins wieder versöhnen können?
Lara (Corinna Harfouch) ist eine gebildete Frau. In ihrer Wohnung ist eine Wand mit Schallplatten bedeckt, die andere mit Büchern. Von dieser ehemaligen, einsamen Pianistin wird man jedoch nie etwas über ihre Gedanken und Wünsche erfahren. Eine voreilige Entscheidung
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