Florian Eglin, Dandytum als Kunst, die Gewalt zu verfeinern
L’auteur genevois Florian Eglin. Photo: Yvonne Böhler
Auch wenn er sich durch seinen Stock und seine gut sitzenden Anzüge auszeichnet, ist der Dandy auch und vor allem ein Mensch, der sich der intellektuellen Schönheit verschrieben hat. Und in einer konformistischen Welt spielt er mit Stolz mit den Normen und träumt von sich selbst als «der letzte Glanz des Heroismus in den Dekadenzen», wie Baudelaire es ausdrückte. So wäre der literarische Dandyismus ein Aufstand der Eleganz gegen das Triviale. Und in diesem kleinen Spiel der Herausforderung taucht in der Westschweiz eine Figur auf: Florian Eglin. Ein Treffen mit einem literarischen Ästheten mit Pfiff.
Le Regard Libre: Solal Aronowicz ist ein typischer moderner Dandy, der ständig zwischen Raffinesse und Gewalt schwankt. Welche Rolle spielt diese Spannung zwischen Eleganz und Brutalität für Sie?Florian Eglin: In Wirklichkeit, zumindest in meinem Schreiben, ist die Gewalt von Solal Aronowicz rein, ganz und gar und ausschließlich Raffinesse. Die Gewalt ist die Verfeinerung. Die Verfeinerung ist die
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