Jeden Monat nimmt unsere Literaturkritikerin ein Werk unter das Kaleidoskop, um die Bilder, die es projiziert, zu sammeln und ihre Beugung wiederzugeben. Dabei kann es vorkommen, dass sich Geniestreiche als Glassplitter erweisen.
In seiner Kolumne teilt der ehemalige Bundesrat Pascal Couchepin eine Lektüre, die ihn beeindruckt hat. In diesem Monat kommentiert er die letzte...
Unsere Literaturkritikerin versucht jeden Monat, ein Werk durch das Kaleidoskop zu ziehen, um die Bilder zu sammeln, die es projiziert, und...
Rousseaus Schriften ebneten zwar den Weg für eine Literatur der intimen Erziehung, prägten aber auch die stereotype Vision des Hauslehrers, die die französische Literaturlandschaft bis zu Stendhal beherrschte.
Im Zeitalter der Slogans und der flüchtigen Aufmerksamkeit setzt sich der kurze Satz durch. Er ist knallig, schlagkräftig und verkaufsfördernd. Doch es gibt Räume, die sich dagegen wehren. In den Windungen der Literatur holt die Sprache wieder Luft.
Jeden Monat nimmt unsere Literaturkritikerin ein Werk unter das Kaleidoskop, um die Bilder, die es projiziert, zu sammeln und ihre Beugung wiederzugeben. Dabei kann es vorkommen, dass sich Geniestreiche als Glassplitter erweisen.
Diejenigen, die an Morands schwarze Legende glauben, erinnern sich nur an seinen Antisemitismus, während diejenigen, die an seiner goldenen Legende festhalten, vor allem seinen Kosmopolitismus loben. Die Ausblendung einer dieser beiden Dimensionen seiner Persönlichkeit erweist sich jedoch als vergeblich.
Der literarische Dandyismus, ein eleganter Aufstand gegen das Triviale, hat in der Westschweiz eine Figur gefunden: Florian Eglin, ein Ästhet mit Pfiff.
Die Fantasie ist ein fruchtbarer Boden, aus dem die unterschiedlichsten Zweige entspringen. Die Romane von Marie Mangez und Benjamin Stock, die beide zum Beginn des literarischen Herbstes erschienen sind, handeln davon, wie die Fiktion in unser Leben gleitet, und zwar mit ganz gegensätzlichen Verrücktheiten.