Eine Kunst ohne Männer
Die kürzlich eröffnete Ausstellung Fantastic Women: Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo bewertet den Beitrag von Frauen in der surrealistischen Bewegung neu.
Ein Blick in die Karten eines Museums oder einer Kunstgalerie genügt, um festzustellen, dass Künstlerinnen selten sind. Dabei haben viele von ihnen ihr Fachgebiet revolutioniert und tun es noch immer. Katty Hessel hat ihnen ein Buch gewidmet, und das ist brillant.
Künstlerin, Malerin... Welche Namen fallen Ihnen zu diesen Stichwörtern ein? Sicherlich keine weiblichen Namen! Das Assoziieren von Wörtern ist eine Übung, die Stereotypen und Selbstverständlichkeiten aus unserem kollektiven Unterbewusstsein ans Licht bringt. Wenn wir mit den Wörtern Renaissance, Gemälde usw. fortfahren, kommt Ihnen wahrscheinlich das Bild einer nackten, passiven, erstarrten und idealisierten Frau aus der Raphaeliteratur in den Sinn. Diese Darstellung, die auf die Anfänge der Kunstgeschichte zurückgeht, spiegelt nicht nur die ästhetischen Normen der damaligen Zeit wider, sondern auch eine patriarchalische Sicht der Frau, die auf die Rolle der Frau beschränkt ist.
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