«Momo»: schlecht, schlecht, schlecht...
Les mercredidis du cinéma - Jonas Follonier
In der Komödie Momo, In dem Film, der seit dem 27. Dezember in den Kinos läuft, spielt Christian Clavier wieder einmal die Rolle eines französischen Bourgeois, ob Bohème oder Bourru, spielt keine Rolle. Ja, denn wir kennen das Lied. Nach einem Was haben wir mit dem lieben Gott gemacht? die sich über kosmopolitische Hochzeiten lustig machte, und ein Mit offenen Armen mittelmäßig geschätzt wurde, als Claviers Garten von Roma überrannt wurde, scheint das neue Geschäftsfeld des berühmten Jacquouille-Darstellers einem Todeshang zu folgen.
Jetzt geht es darum, dass ein Tauber in das Leben des reichen Mannes eintritt. Ein lächerlicher Tauber, den niemand versteht und der sich bald als das Ergebnis einer von Claviers außerehelichen Beziehungen herausstellt. Es fällt schwer, über diese x-te Franco-Komödie zu lachen, die auf nichts anderem beruht als auf dem Sprichwort «Man kann über alles lachen». Natürlich ist jedes Objekt ein potenziell lachhaftes Thema, aber es muss geschmackvoll serviert werden, vor allem im Kino. Die Meisterwerke Das Dinner der Dummköpfe oder Kohlsuppe sind zwar französische Komödien mit Beauf-Stil, können aber nicht als bloße Kopien von Tresenkurzgeschichten gesehen werden. Es gibt eine Kunst der Beaufitude.
Momo hatte viel Potenzial. Der unersetzliche Christian Clavier wird von der Schauspielerin Catherine Frot begleitet, die zu den schönen weiblichen Figuren des aktuellen französischen Kinos gehört. Auch das Thema des Fremdgehens, das zwar schon tausendmal behandelt wurde, hat noch eine lange Zukunft vor sich; es hätte mit einer gewissen Originalität, auch einer klassischen, umgesetzt werden können. Leider kommt das nicht an. Dem Film fehlt es an Rhythmus. An Humor. Einige Sprüche sorgen für Gekicher im gut gefüllten Kinosaal, aber mehr nicht. Schade.
Abgesehen von einigen Qualitäten wie der tragikomischen Ader, die von Catherine Frot getragen wird, oder der Szene mit dem Tierarzt, die es verdient hätte, in eine bessere Komödie aufgenommen zu werden, ist der Film eine Enttäuschung. Und diese Enttäuschung wird gekrönt durch einen unerträglichen Happy End Eine halbe Stunde, die der Zuschauer von Anfang an kommen sah und die in einer abgrundtiefen Bison-Moral mündet, an die der Schauspieler Clavier nicht eine Sekunde lang glaubt. Wir waren gekommen, um zu lachen, und nun sehen wir, wie das Bodenrecht gefördert wird.
Schreiben Sie dem Autor: jonas.follonier@leregardlibre.com
Fotokredit: © Ecran Large
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