Erwan Le Noan: «Das Recht ist das Spiegelbild eines Machtverhältnisses»
«Es ist nicht so, dass das Recht zu einem strategischen Instrument geworden ist, sondern dass die Großmächte jetzt offen annehmen, dass es das schon immer war.» Foto: DR
Während die grossen Blöcke um die Weltmacht konkurrieren, erweist sich die Rechtsordnung als entscheidende Waffe. Ein Gespräch mit dem französischen Juristen Erwan Le Noan, Autor einer von Fondapol veröffentlichten Studie zu diesem Thema.
Es gibt einen Krieg, dessen Waffen keinen Lärm machen. Er wird in europäischen Verordnungen, amerikanischen Präsidentenerlassen und chinesischen Fünfjahresplänen ausgetragen. Hinter diesen technisch anmutenden Entscheidungen spielt sich ein erbitterter Wettbewerb um die globale normative Hegemonie ab.
Dans une étude publiée en mars par la Fondation pour l’innovation politique (Fondapol), Erwan Le Noan cartographie ce nouveau champ de bataille en distinguant trois régulations ayant imposé leur logique: le droit protectionniste, qui ferme les marchés intérieurs; le droit nationaliste, qui soutient les champions nationaux; le droit impérialiste, qui étend ses règles au-delà de ses frontièr
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