Medien Editorial

Le Regard Libre, Zwischenbilanz

5 Leseminuten
geschrieben von Jonas Follonier · 28. Mai 2023 · 0 Kommentare

Kurz vor der 100. die Ausgabe unserer Monatszeitschrift, die im Oktober erscheinen wird, und unser zehnjähriges Bestehen, das wir fDa wir im Januar eine Pause einlegen werden, bietet sich nun die Gelegenheit für eine Zwischenbilanz hinsichtlich unserer Leserzahlen und der Gründe für unsere Freude.

Derzeit lesen uns 575 von Ihnen im Rahmen eines kostenlosen oder kostenpflichtigen Abonnements bei diesem Medium Le Regard Libre: Das ist einerseits wenig im Vergleich zu den Stunden, die unser Team investiert, und andererseits viel, wenn man bedenkt, dass diese Stunden ehrenamtlich und neben unseren bezahlten Tätigkeiten geleistet werden. Vor allem ist diese Zahl seit Beginn unseres Abenteuers im Jahr 2014 stetig gestiegen: Auch wenn der Anstieg langsam ist, so ist er doch konstant. Jede Woche gewinnen wir ein paar neue Abonnenten für unseren Newsletter hinzu, jeden Monat neue Abonnenten für unsere gedruckte Monatszeitschrift. Insofern können wir mit dieser Leserschaft nur zufrieden sein, zumal wir nicht darauf angewiesen sind, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Unsere oberste Priorität bleibt zudem die Qualität unseres Angebots – eine Voraussetzung dafür, einen treuen Leserstamm zu erhalten.

575 Abonnenten aller Abonnementarten, 15.000 Online-Besucher pro Monat…

An Sie, die unserem Engagement in den Medien einen Sinn geben: Vielen Dank! Wie erfreulich ist es doch zu erfahren, dass einige unserer Artikel in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert wurden, noch bevor wir selbst auf der Plattform Cairn.info angekommen Ende März. Zu den unverzichtbaren Lektüren von Unbekannten oder unerwarteten Persönlichkeiten zu gehören. Eine E-Mail von einer Buchhändlerin zu erhalten, die uns mitteilt, dass ein Leser nach einem Exemplar der neuen Ausgabe fragt, da alle anderen bereits einen Abnehmer gefunden haben. Dass wir bei den Veranstaltungen, die wir im Rahmen unserer ersten Zusammenarbeit mit dem Genfer Buchsalon im vergangenen Monat organisiert haben, einen Riesenerfolg hatten. Und sogar, dass wir Kritiker haben, die so leidenschaftlich sind, dass sie ihre Kritik unbedingt jeden Monat in den sozialen Netzwerken äußern müssen.

Wir hätten oft bessere Ausgaben veröffentlichen können – glücklicherweise hätten wir aber auch immer noch schlechtere herausbringen können, und es kommt selten vor, dass wir aus dem Vormonat nichts lernen. Was die Tatsache betrifft, dass die Besucherzahl unserer Website bei 15’000 pro Monat stagniert, sollten wir dies vor allem so sehen, dass diese Zahl nicht einbricht und dass sie respektabel ist. Unsere Herausforderung besteht darin, diese Besucher an uns zu binden! Unter diesen Internetnutzern zählen wir übrigens ebenso viele Schweizer wie Franzosen: Umso besser, denn auch wenn sich dieses Interesse durch die Größe Frankreichs im Vergleich zur Schweiz erklären lässt, ist die Nische der Ideenzeitschriften und monatlichen Formate bei unseren Nachbarn bereits gut besetzt. Ein Zeichen für ein Angebot, das sich von anderen abhebt?

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Kurz gesagt, Le Regard Libre ist eine Erfolgsgeschichte in seinem Rahmen, aber es gibt noch viel zu tun: Zu viele Menschen haben noch nie von unserer Zeitschrift gehört, obwohl sie an deren Inhalt interessiert sein könnten. Auch die falschen Vorstellungen, die manche ungewollt von unserem Medium haben – oder die sie bewusst verbreiten –, sind noch viel zu weit verbreitet: Le Regard Libre wäre nur eine Website, oder eine Studentenzeitschrift, oder ein Treffpunkt für Rechtskonservative…

Sie, die uns vielleicht schon seit einiger Zeit folgen, wissen, wie sehr wir uns bemühen, differenzierte Sichtweisen, tiefgehende Interviews, originelle Standpunkte im Gegensatz zu Massenmeinungen sowie Brücken zwischen intellektuellen Debatten und den Anliegen der breiten Öffentlichkeit anzubieten… Denkt daran, unseren Beitrag mit euren Freunden zu teilen – auf Wunsch stellen wir euch dafür gerne Exemplare zur Verfügung. Zögert auch nicht, uns zu schreiben, wenn wir euch enttäuschen (ihr habt natürlich auch das Recht, uns mitzuteilen, wenn euch unsere Arbeit gefällt). Teilen Sie uns Ihre Ideen für Themen oder Gesprächspartner mit, schlagen Sie uns Beiträge vor. Ob liberal, sozialdemokratisch oder konservativ – ganz gleich: Lassen Sie uns unsere Kräfte bündeln, um der heutigen Versuchung des geistigen Müßiggangs und der Verweigerung von Debatten entgegenzutreten.

Schreiben Sie dem Autor: jonas.follonier@leregardlibre.com

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Jonas Follonier
Jonas Follonier

Jonas Follonier ist Chefredakteur von «L’Agefi» und Essayist sowie Gründer und Vorsitzender von «Regard Libre».

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