«Goodbye Opa!»

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geschrieben von Loris S. Musumeci · 26. März 2018 · 0 Kommentare

Internationales Filmfestival Freiburg - Loris S. Musumeci

« Er hätte noch länger leben können, aber er hat in vollen Zügen gelebt.»

Das Bett quietscht. Yoshiko und ihr Freund widmen sich tiefen sexuellen Übungen. Sie sind schweißgebadet. Plötzlich klingelt das Telefon. Das Mädchen unterbricht, um ans Telefon zu gehen. Es ist eine traurige Nachricht. Vom Fenster aus teilt sie ihrem Vater mit, dass «Opa gestorben ist». Als sie zu ihrem Partner zurückkehrt, erhält sie ein sehr wohlwollendes «Willst du, dass wir aufhören?.

Toute la famille est mal à l’aise ; personne ne sait que dire. A l’hôpital, le père de Yoshiko et son frère se disputent : ils se renvoient manquements et irresponsabilités. Yoshiko, elle, retrouve pour l’occasion sa cousine avec joie, mais les deux s’échangent un « ça fait longtemps », très révélateur de l’état de la famille. Avec la vie, le travail, les divorces et compagnie, la famille du défunt grand-père Isao s’est décidément effritée. Comme si la situation n’était déjà pas assez compliquée, il faut désormais encore penser à caser la grand-mère, sénile.

Eine kitschig grandios

Im Gegensatz zu den anderen Spielfilmen im internationalen Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Freiburg, Tschüss, Opa! setzt seinen Erfolg nicht auf die Fotografie. Abgesehen von einigen Einstellungen, deren Eleganz der Tragikomödie dient – insbesondere jene, in der die beiden Cousinen an einem Zaun stehen und rauchen –, reiht der Film Szenen mit Bildern an, die kitschig grandios. Manche erkennen darin einen japanischen Einfluss; andere sehen darin einen Anlass, sich angesichts dieser Wiesen, deren Grün ebenso überbewertet und digital wie abstoßend ist, zu übergeben.

Yukihiro Morigaki hingegen trifft in seiner Inszenierung den Kern des Themas viel besser. Er zeigt das Drama westlicher, städtischer Familien, zu denen auch Yoshikos Familie voll und ganz gehört. Die Japaner leben schließlich nach westlichem Vorbild, obwohl sie sich im Fernen Osten der Welt befinden. Im Allgemeinen sprechen die Brüder nicht mehr miteinander, es sei denn, um sich um ein Erbe zu streiten. Die Cousins wiederum verlieren jegliche Nähe zueinander: Die einen leben hier, die anderen dort. Folglich sind «Hochzeiten und Beerdigungen immer dieselben Familientreffen.»

L’individu et la famille

Die Geschichte zeigt ganz unverblümt den modernen Menschen im Umgang mit dieser lästigen und erdrückenden Gruppe, die man Familie nennt. Yoshikos Bruder studiert in der Stadt; seine Kleidung ist sehr modisch und er wirkt etwas feminin. Es überrascht nicht, dass sich die Familie über ihn lustig macht. Yoshikos Cousin hingegen ist ein fast schon krankhaft introvertierter Mensch. Es überrascht nicht, dass sich die Familie über ihn lustig macht. Yoshikos Onkel wurde von seiner Frau verlassen, weil er, wenn man seinem eigenen Bruder Glauben schenkt, nur ’ein armer Spießer« ist. Es überrascht nicht, dass die Familie sich über ihn lustig macht.

Jeder könnte sich mit dem Bild des in der Familie verspotteten Verlierers identifizieren. Denn es sind ja gerade die Schwächen der Familienmitglieder, die in den Vordergrund gerückt werden. Gleichzeitig besteht die Herausforderung für alle Protagonisten, angefangen bei Yoshiko, darin, auch die guten Seiten der Eltern zu entdecken, um diesen Bruder, Cousin, Onkel oder Vater so zu lieben, wie er ist. Morigaki bringt diese Suche in seinem Drehbuch gut zum Ausdruck, was eine eher kathartische Wirkung hat.

Die guten alten Zeiten

Schließlich sagt die Figur der Großmutter viel darüber aus, wie man ältere Menschen wertschätzt. Nicht nur Tschüss, Opa! dénonce, de manière un peu facile tout de même, leur dénigrement, mais il soutient la lucidité dont ils font souvent preuve malgré la sénilité. Leur simple présence, d’ailleurs, est érigée en trésor, dans la mesure où elle provoque un tant soit peu de tendresse, remémorant aux générations qui suivent le temps de l’enfance. Le temps où famille et solidarité ne faisaient qu’un.

Le film vaut donc la peine d’être visionné pour ces quelques bons points. A ajouter : son habileté à traiter de la mort dans un long-métrage considéré comme une comédie à humour noir. Pour le reste, rien d’original, rien de puissant, rien de transcendant, rien de mortel.

«Unsere Familie ist schräg, und diese Beerdigung auch.»

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Bildnachweis: © Goodbye Grandpa!

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