Patrick Wotling: «Die Nietzsche-Forschung ist noch sehr jung»
Friedrich Nietzsche, fotografiert von Gustav Schultze, 1882. Foto: Public Domain
Patrick Wotling, Autor und Übersetzer zahlreicher Werke über den deutschen Philosophen, hat kürzlich beim Verlag Flammarion eine vollständige und kommentierte Gesamtausgabe der Werke Nietzsches herausgegeben. Im Interview mit „Le Regard Libre“ gewährt er Einblicke in die Hintergründe dieses verlegerischen Vorhabens.
Friedrich Nietzsche scheint besonders aktuell zu sein, in einer Zeit, in der bei jeder Gelegenheit vom «Tod Gottes», Nihilismus, die Selbstüberwindung hin zum Zustand des Übermenschen oder die radikale Umkehrung der Werte herangezogen wird – doch haben diese Begriffe, die fast schon zu Schlagworten geworden sind, noch überhaupt etwas mit dem Denken ihres Urhebers zu tun? Die Rezeptionsgeschichte seiner Texte, deren Bedingungen lange Zeit eine gründliche Lektüre verhindert haben, wird in der Lounge eines Hotels im 6. Arrondissement von Paris entschlüsselt.
Patrick Wotling Le Regard Libre: Heute gilt Friedrich Nietzsche als einer der letzten PhilosophenDieser Inhalt ist unseren Abonnenten vorbehalten.