Paolo Conte verzauberte das Auditorium Stravinski, gefolgt von Etienne Daho

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geschrieben von Jonas Follonier · 30. Juni 2018 · 1 Kommentar

Montreux Jazz Festival - Jonas Follonier

Es ist immer ein starkes Erlebnis, den Eröffnungsabend des Montreux Jazz Festivals im Auditorium Stravinski, das für seine außergewöhnliche Akustik bekannt ist, zu erleben. In diesem Jahr hatten die Künstler Paolo Conte und Etienne Daho die Ehre, das Festival zu eröffnen.

Es war ein wahres Genie, das als erstes die Bretter des Auditoriums betrat. Der einundachtzigjährige Paolo Conte verkörpert wie kein anderer den italienischen Chanson, der von Jazz und Blues beeinflusst ist. Wer könnte also besser geeignet sein, die 52. Ausgabe des Montreux Jazz zu eröffnen? Der Italiener blieb seiner strengen Ausdrucksweise treu und bewies, dass seine Kunst ungebrochen ist und dass das Publikum von einer solchen Show nur begeistert sein kann.

Ein Orchester, das sich jedem Vergleich entzieht

Die musikalische Stärke der Paolo Conte-Formel ist, abgesehen von der Genialität seiner Kompositionen, einerseits die kratzige Stimme des Sängers und Liedermachers und andererseits die unvergleichliche Qualität seines Jazzorchesters. Der Sänger wurde von zehn Musikern begleitet, die sorgfältig vom maestro und die ihn seit Jahren begleiten, darunter Claudio Chiara am Tenorsaxofon, Lucio Caliendo an der Oboe und Daniele dall'Omo an der akustischen Gitarre.

Paolo Conte stand in der Mitte, mit Blick auf das Publikum, mal hinter seinem Klavier, mal hinter seinem Mikrofon. Fünf Musiker zu seiner Rechten, Blechbläser und Streicher, und fünf Musiker zu seiner Linken, die das Rhythmus-Ensemble bildeten. Aber vor allem, welche Qualität! Gestern Abend war im Auditorium etwas los, als beim vorletzten Stück unter dem nicht enden wollenden Applaus des Publikums lange Soli aufeinander folgten: die virtuose Klarinette von Luca Velotti, die verrückte Geige von Piergiorgio Rosso, das geistreiche Akkordeon von Massimo Pitzianti. Die Magie von Montreux in ihrer ganzen Pracht.

Ein anderer Stil mit Etienne Daho

Der zweite Teil des Abends bot Platz für denjenigen, der derzeit als Meister des französischen Pop gilt. Etienne Daho erschien mit aggressiven Lichteffekten und elektrisierenden Gitarrenakkorden und war nicht so beliebt wie Paolo Conte. Dennoch erfreute er das Publikum, das sich nach einem Vintage der Achtzigerjahre, die derzeit ein Revival erlebt. Und alle werden zu ihren Elektro-Pop-Hits getanzt haben Der große Schlaf und Wochenende in Rom.

Schreiben Sie dem Autor: jonas.follonier@leregardlibre.com

Fotocredit: © 2018 MMJF - Lionel Flusin

Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».

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