Sollten soziale Netzwerke für Kinder unter 16 Jahren verboten werden?
Baptiste Detombe und Philippe Wampfler kreuzen die Klingen.
Soziale Netzwerke nehmen einen wichtigen Platz im Leben von Teenagern ein. Angesichts der Suchtgefahr und der Gefahr, extremen Inhalten ausgesetzt zu sein, gewinnt die Frage nach einer Altersgrenze für den Zugang zu den Plattformen immer mehr an Bedeutung.
Baptiste DetombeEssayist, Autor von L'Homme démantelé (Der demontierte Mensch)
Ja. Es gibt kaum ein Konzept, das seinem Namen so wenig Ehre gemacht hat: «Soziale Netzwerke» sind zu Oxymoronen geworden. Sie entfremden, machen soziale Interaktionen weniger häufig und intensiv. So fühlen sich 60% der Schweizer Jugendlichen der Generation, die um die Jahrtausendwende die digitale Welt erlebte, manchmal oder oft einsam und ein Drittel von ihnen hat psychische Probleme (Bundesamt für Statistik). Je mehr sich die Jugend unwohl fühlt, desto mehr schließt sie sich in die digitale Unterhaltung ein, um sich besser zu fühlen.
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