«99 Francs»: Ein Roman, der mehr Kunderianer ist, als er scheint

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geschrieben von Jonas Follonier · 16. Mai 2020 · 0 Kommentare

Laut dem Soziologen Michel Maffesoli, der am 9. März in der Sendung «Face à l'info» sprach, befinden wir uns an der Kreuzung zweier Epochen; vielleicht kehren wir von einer Zeit der Quantität zu einer Zeit der Qualität zurück. Wenn dies der Fall ist, wird das 21. Jahrhundert vielleicht das Jahrhundert des Romans sein, da nur er in der Lage ist, nicht quantifizierbare Wahrheiten auszudrücken. Frédéric Beigbeders Roman 99 francs, der die Tyrannei der Werbung anprangert und die Trilogie um Octave Parango einleitet, lässt sich in vielerlei Hinsicht - und vielleicht überraschend - nach dieser Auffassung von Roman lesen - der von Milan Kundera.

«Was man nicht ändern kann, muss man zumindest beschreiben.» Unter dieses Wort von Rainer Werner Fassbinder stellt Frédéric Beigbeder seinen Roman 99 Francs. Anhand der Erzählung seines Doppelgängers Octave Parango hält der Autor darin fest

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Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».