Berufsbildung: Eine Angelegenheit der Hochschulen?

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geschrieben von Robin Parisi · 03 Dezember 2020 · 0 Kommentare

Die Schweizer Bildung ist ein System mit zwei parallelen, aber durchlässigen Hauptwegen. Der sogenannte «berufliche» Weg beginnt mit dem berühmten EFZ und kann mit HF-Diplomen, eidgenössischen Brevets oder auch eidgenössischen Diplomen abgeschlossen werden. Der zweite Weg führt die Studierenden vom Gymnasium oder Lyzeum zu den Hochschulen, d. h. den Universitäten und Fachhochschulen (FH). Letztere sind vor allem ein Phänomen der Romandie und beanspruchen unter dem wohlwollenden Segen der französischsprachigen Kantonsbehörden das Privileg der Berufsbildung für sich. Dabei verzichten sie jedoch nicht auf das «akademische» Prestige, das ihnen der Bologna-Prozess gebracht hat.

Zunächst ist ein kurzer historischer Rückblick erforderlich. 1995 wurde mit dem Bundesgesetz über die Fachhochschulen der Prozess zur Schaffung dieser Institutionen eingeleitet. Eines der Hauptziele? Die Reduzierung des

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