Sie ist nicht links, er ist nicht rechts
Die Mittzwanziger Hugo Clémence, Sozialist, und Marie-Bertrande Duay, SVP, stellen das Phänomen der Polarisierung von Mann und Frau in ihrem politischen und privaten Leben fest, erklären es aber auf ganz unterschiedliche Weise.
In den letzten Jahren haben sich die Studien über ein Wahlverhalten gehäuft, das Fragen aufwirft: Junge Frauen wählen immer häufiger links und junge Männer immer häufiger rechts. Analyse mit zwei jungen Schweizer Politikern, die dem Trend weit entgegengesetzt sind.
Was wäre, wenn das Geschlecht ein Indikator für die politische Ausrichtung eines Menschen wäre, insbesondere wenn er jung ist? Mehrere Analysen legen dies nahe. Eine Studie des Sotomo-Instituts, die von der NZZ am Sonntag in Auftrag gegeben und von allen Seiten weiterverbreitet wurde, zeigt, dass es in der Schweiz im Jahr 2023 eine Kluft zwischen Männern und Frauen gibt. Das Ergebnis: Mehr als jede zweite Frau im Alter von 18 bis 29 Jahren gab an, links zu stehen, während fast die Hälfte (43%) der Männer auf der anderen Seite stand. Vor zehn Jahren war die Kluft zwischen geschlechtsspezifischen, ökologischen und sozialen Anliegen auf der weiblichen Seite und einer Präferenz für Wirtschaftsliberalismus und Reformen auf der männlichen Seite noch größer.
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