«Wenn das Volk falsch denkt, muss man das Volk ändern»

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geschrieben von Nicolas Jutzet · 20. August 2016 · 0 Kommentare

Le Regard Libre Nr. 19 - Nicolas Jutzet

Die Ablehnung des EWR 1992, die Ablehnung der Verfassung für Europa 2005, der 9. Februar 2014 in der Schweiz und nun der Brexit. Was haben diese Abstimmungen gemeinsam? Die große Mehrheit der politischen Klasse bekommt eine Ohrfeige von einem Teil des Volkes, das sich weigert, der Meinung einer übermäßig selbstbewussten Elite zu folgen. Und oftmals ist die Elite weit davon entfernt, ihre Intelligenz unter Beweis zu stellen, indem sie sich selbst ein wenig in Frage stellt, und bringt sich anschließend noch mehr in Verlegenheit, indem sie die an der Urne abgegebene Meinung stigmatisiert und das Verständnis der Abstimmung selbst in Frage stellt. Diese sich selbst als «aufgeklärt» bezeichnende Elite praktiziert Demokratie bei schönem Wetter. Ohne die Botschaft zu verstehen, die während der Regenschauer gesendet wird, schafft sie Gewitter.

Der jüngste Brexit ist ein Paradebeispiel dafür. In den Tagen nach dem Ergebnis haben zahlreiche Journalisten, Schriftsteller, Politiker und andere Soziologen

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Nicolas Jutzet
Nicolas Jutzet

Nicolas Jutzet ist Mitbegründer des Mediums Liber-thé und Vize-Direktor des Liberalen Instituts in der Schweiz.