Junge Führer, alte Stolpersteine
Mit den jüngsten Inflations- und Wohnungskrisen hat sich das Image von Premierminister Justin Trudeau in Kanada weiter verschlechtert, auch innerhalb seines eigenen Lagers. Foto: Wikimedia, unter CC 3.0
Junge politische Führer werden regelmäßig als Figuren wahrgenommen, die mit der «alten Welt» brechen. Es ist jedoch schwer zu sagen, ob ihre Versprechungen der Erneuerung auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.
Wenn sie an die Macht kommen, wird gerne von «frischem Wind», «Erneuerung» oder sogar «Revolution» gesprochen. Junge Führungspersönlichkeiten verkörpern oft die Hoffnung auf einen zweiten politischen Aufschwung. Diese Wahrnehmung ist in einer Welt, in der die politische Macht von älteren Menschen dominiert wird, verständlich. Im Jahr 2020 lag das Medianalter der führenden Politiker weltweit bei 62 Jahren, wie die Zeitung Le Temps berichtete.
Diese alte Welt versprechen die jungen Staatschefs zu überwinden. Ihre Jugend wird in den Augen vieler Wähler zu einer Garantie für einen Kurswechsel. Ihre Wahlversprechen begeistern die Massen, aber oft kommt nach den anfänglichen Hoffnungen die Zeit.
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