Rubrik: Zeitgenössische Kunst
Ist Kunst unsterblich?

Ist Kunst unsterblich?

Was würde übrig bleiben, wenn die Welt oder vielmehr das Leben auf der Erde aufgrund einer nuklearen Katastrophe oder des Klimawandels untergeht? Sicherlich nicht die Kunstwerke. Aber vielleicht die Technik. Hier ein Szenario aus einer Ausstellung über digitale Kunst.
Wenn die zeitgenössische Kunst ihre eigene Satire betreibt

Wenn die zeitgenössische Kunst ihre eigene Satire betreibt

DOSSIER IRONIE, Aude Robert-Tissot | Ein imaginäres Zentrum für zeitgenössische Kunst? Sind wir wieder einmal Opfer einer Täuschung der Zeit geworden? Auf keinen Fall. Das Kunsthausneverland ist ein sehr ernsthaftes Konzept. Es ist ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, das von einem Künstlerkollektiv geleitet wird und ein echtes Programm anbietet. Die Besonderheit: Die Ausstellungen finden im Internet, genauer gesagt auf Instagram, statt. Ein innovativer Raum, der eine tiefgründige Satire auf die zeitgenössische Kunst entwickelt, indem er Fotomontagen verwendet, um den Internetnutzern eine Nase zu drehen.
Coghuf, der Künstler, der auf dem «Röstigraben» tanzt»

Coghuf, der Künstler, der auf dem «Röstigraben» tanzt»

LONG FORMAT ARTIKEL, Aude Robert-Tissot | Coghuf, eigentlich Ernst Stocker, ist einer der bedeutendsten Schweizer Maler des 20. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Und doch ist das erste Buch, das sein gesamtes Werk nachzeichnet, erst vor kurzem erschienen. Abgesehen von der unbestreitbaren Bedeutung einer Monografie über einen solchen Künstler für die Kunstgeschichte, zeichnet sie sich dadurch aus, dass sie barrierefrei konzipiert wurde, so wie die Rezeption des Werks des Künstlers. Ob in seiner Geburtsstadt Basel oder in seiner Wahlheimat, den Freibergen, alle sind sich einig: Coghuf wurde vergessen und sein Werk verdient es, wieder ins Licht gerückt zu werden. Dies ist dank eines umfangreichen Werkes gelungen, das durch das Fachwissen des Herausgebers des Buches, des promovierten Kunsthistorikers Yves Guignard, und durch einen innovativen Ansatz in Bezug auf die Zweisprachigkeit des Buches ermöglicht wurde.
«XXL»: eine multisensorische Ausstellung

«XXL»: eine multisensorische Ausstellung

ARTIKEL LONG FORMAT, Aude Robert-Tissot | XXL, le dessin en grand ist die aktuelle Ausstellung im Musée Jenish in Vevey. Tauchen Sie bis zum 27. Februar in eine schwarz-weiße und bunte Welt aus Kohle, Pastell, Tinte und Graphit, aus Schraffuren, Berührungen und Pointillismus innerhalb von teils flachen, teils dreidimensionalen Werken ein. Ein multisensorischer Besuch dank des Großformats und eines musikalischen Spaziergangs.
Van Gogh in den Dienst des Erlebnismarketings gestellt

Van Gogh in den Dienst des Erlebnismarketings gestellt

Van Gogh gehört zu den Künstlern, deren Werk und Leben jedes Publikum fasziniert. Zu seinen Lebzeiten war er unbekannt, doch nach seinem Tod war sein Erfolg überwältigend und sein Genie wurde weithin anerkannt, was ihn zu einem der größten Künstler aller Zeiten machte. Heute ist es an der Zeit, dass immersive Multimedia-Ausstellungen das Werk und den Mythos des verfluchten Künstlers nutzen, um uns Sensationen zu verkaufen: Willkommen im Marketing des Erlebnisses.

Warum besuchen Sie weiterhin Messen für zeitgenössische Kunst?

Vom 20. bis 26. September fand die größte und prestigeträchtigste Messe für zeitgenössische Kunst, die Art Basel, statt, das internationale Treffen der Kunstwelt und der Sammler. Es wurden wie üblich Millionen umgesetzt, jedoch ohne große künstlerische Erneuerung. Die größten Galerien saßen brav auf ihren Top-Künstlern und gingen bei dieser Ausgabe kein Risiko ein. Warum also sollte man als einfacher Kunstliebhaber etwas weniger als hundert Franken ausgeben? Um sich überraschen zu lassen. Denn ja, auch wenn die Art Basel in diesem Jahr die Kunstwelt nicht überstrahlte, konnten wir einen interessanten Trend hin zur Figuration feststellen.
Zeitgenössische Kunst durch Pjotr Pawlenskis Aktivismus in schlechtem Zustand

Zeitgenössische Kunst durch Pjotr Pawlenskis Aktivismus in schlechtem Zustand

Es ist Februar 2020. Benjamin Grivaux ist gerade dabei, sich für das Amt des Bürgermeisters von Paris zu bewerben, als er in eine Kontroverse gerät: Intime Videos von ihm und einer jungen Frau erobern das Internet. Nachdem die Videos innerhalb weniger Stunden viral gegangen waren, musste Grivaux angesichts des Ausmaßes des Skandals zurücktreten. Was wird ihm vorgeworfen? Wegen Ehebruch. Vor allem aber der Heuchelei. Das ist nichts Neues und nichts Böses in der Boulevardpresse über französische Politiker. Pjotr Pawlenski, der das Video verbreitet, ist ein russischer Performer, der sich seit 2017 als politischer Flüchtling in Frankreich aufhält. Ein Künstler, der soeben die bereits begonnenen Grenzen des Artivismus überschritten hat, indem er die zeitgenössische Kunst als Geisel nahm, um nicht mehr einen autoritären Staat, sondern einen Ehebruch anzuprangern, indem er einen Diskurs annahm
Begegnung auf Papier im Musée d'art et d'histoire de Neuchâtel

Begegnung auf Papier im Musée d'art et d'histoire de Neuchâtel

LONG FORMAT ARTIKEL, Aude Robert-Tissot | Am Anfang einer Gruppenausstellung steht oft eine Begegnung. Während die Begegnung in der Regel zwischen dem Kurator der Ausstellung und den Künstlern oder zumindest mit ihren Werken stattfindet, bleibt die eigentliche Begegnung manchmal zwischen den eingeladenen Künstlern bestehen. Beim Anblick eines der im Musée d'art et d'histoire de Neuchâtel ausgestellten Werke kommt eine Vermutung auf: Die Begegnung zwischen zwei Künstlern unterscheidet sich von anderen, sie scheint individuell zu sein.