Im Jahr 2014 findet in Frankreich eine wissenschaftliche Kontroverse statt, bei der sich zwei renommierte Forscher auf Konferenzen gegenüberstehen: Catherine Vidal und Franck Ramus. Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen. Was ist heute, ein Jahrzehnt später, davon übrig geblieben?
Es gibt messbare Unterschiede in der Intelligenz. Wie sie sich in der Praxis auswirken, hängt jedoch von anderen Faktoren ab.
Wenn man seine Überzeugungen als Wissen präsentiert, findet man sich sehr schnell dabei wieder, die Fakten zu leugnen. Wenn man zugunsten eines interpretativen Ansatzes auf die Widerlegbarkeit verzichtet, gerät man an den Rand des Absurden, wie die Hervorhebung schwangerer Männer durch die Familienplanung.
CHRONIK, Pascal Couchepin | Raphaël Gaillard leitet die Universitätsklinik für Psychiatrie eines großen Pariser Krankenhauses und der Universität von Paris. Vor kurzem war er Gast in der Literatursendung «La Grande Librairie» auf France 5. Und was nichts verdirbt: Er hat Walliser Wurzeln, genauer gesagt aus Saxon. Das Thema, das er nach vielen anderen, aber auf neue Weise aufgreift, ist die Beziehung zwischen Wahnsinn und Kreativität. Daher auch der Titel seines Buches, der auf einen Satz von Diderot zurückgeht: «Les grands artistes ont un petit coup de hache dans la tête» (Die großen Künstler haben einen kleinen Axthieb im Kopf).
DOSSIER «LE GRAND RETOUR DU NUCLEAIRE», Jean-David Ponci | Die Beherrschung der Fusion würde es ermöglichen, die thermonuklearen Reaktionen von Sternen zu reproduzieren, die noch nicht am Ende ihres Lebens stehen, bei denen vier Wasserstoffatome zu einem Heliumatom verschmelzen. Dies ist der physikalische Prozess, der die größte Menge an Energie erzeugt. Sie zu kontrollieren, um Strom zu erzeugen, wäre, als würde man die Sonne in eine Dose stecken. Aber ist das auf der Erde wirklich machbar? Wenn ja, wann? Und wären solche Kraftwerke bei einem Unfall wirklich weniger gefährlich als Kernspaltungskraftwerke? Alessandro Casati, Doktor der Physik, hat vier Jahre lang in verschiedenen Projekten zur Kernfusion gearbeitet: im internationalen Großprojekt ITER in Frankreich und im Tokamak an der EPFL in der Schweiz. Heute arbeitet der Experte in der Finanzbranche, verfolgt aber aus Leidenschaft weiterhin die Fortschritte auf diesem Gebiet. Das ist ein großer Vorteil, denn so kann er unparteiisch antworten und uns seine Meinung über die Zukunft der Forschung mitteilen.
Warum hat die Giraffe einen langen Hals? Hast du dir diese Frage schon einmal gestellt? Jean-Baptiste de Lamarck ist der...
Wir alle wissen, dass Bienen Kamikaze-Bienen sind. Sie sterben, nachdem sie gestochen haben. Allerdings erkennen wir nicht unbedingt das evolutionäre Paradoxon, das sich hinter diesem Verhalten verbirgt. Der Sonderfall der stechenden Bienen verstößt nämlich gegen die allgemeinen Gesetze der Evolution. Wir müssen ihn also erklären, wenn wir diese Gesetze beibehalten wollen.