Seit 1970 bemühte sich ein gemässigter Maskulinismus darum, die Wunden des Mannseins zu verstehen und zu heilen. Heute ist er von einem entfesselten und frauenfeindlichen Ultramaskulinismus verdrängt worden. Ein Rückblick auf den grossen Umschwung der letzten Jahre.
Der Protektionismus wird oft als natürlicher Feind des Wohlstands angeprangert und ist ein beliebtes Mittel, um Karikaturen zu zeichnen. Wenn man ihn...
Die US-Zölle sind ein Symbol für das Wiederaufleben des Merkantilismus. Imperiale Rückzugsgebiete, Ressourcenknappheit, militarisierter Handel: Mit dem Ende des Freihandels kehrt die Weltwirtschaft zu ihren alten Reflexen zurück. Ein Nullsummenspiel, bei dem alle verlieren, außer denen, die die Regeln diktieren.
Was wäre, wenn die Achillesferse der Moderne nicht so sehr wirtschaftlicher oder sozialer, sondern demografischer Natur wäre? Die britische Essayistin Louise Perry zeigt, wie der Rückgang der Geburtenrate im Westen das Ende des Modells beschleunigen könnte, das zwei Jahrhunderte des Fortschritts geprägt hat.
Der wirtschaftliche Erfolg des Westens wurde durch eine Aufwertung der bürgerlichen Tugenden und der Freiheit ermöglicht. Sie wurden 1848 entfacht. Die Schweiz ist das perfekte Beispiel dafür.
Die frühe Exposition von Kindern gegenüber Telefonen und anderen Tablets gibt weltweit Anlass zur Sorge. Über den Inhalt hinaus zeigt diese Debatte, wie entscheidend die ersten Lebensjahre für die Zukunft der Gesellschaften sind.
Ist ein Dokumentarfilm mit einer größeren Verantwortung des Regisseurs gegenüber der Realität verbunden als ein Spielfilm? Ja, zweifellos - das ist zumindest die Prämisse, die ich nach dem Internationalen Alpenfilmfestival von Les Diablerets vertrete.
Carl Jung soll gesagt haben: "Menschen haben keine Ideen, Ideen besitzen sie". Der Attentäter, der Charlie Kirk letzten Monat auf einem amerikanischen Campus tötete, weil er nicht die gleichen Ideen teilte, hat bestätigt, dass das Problem des Westens ein spirituelles ist.
Die Wirtschaft ist in der Sprache der Modelle und Gleichungen erstarrt. Ihre Grundlagen sind jedoch philosophischer Natur. Wenn man heterodoxen Strömungen wieder zu ihrem Recht verhilft, gibt man der Disziplin ihre Vitalität und ihren Pluralismus zurück - und damit auch ihre Verbindung zum Liberalismus.