Als Symbol der Emanzipation verkörpert das Auto sowohl Bewegung als auch Intimität und die Macht der Wahl. Im Zeitalter der Digitalisierung und Automatisierung verändert es jedoch seinen Charakter. Seine Entwicklung sagt uns das Wichtigste darüber, was aus uns wird.
Dass ein Literaturkritiker Tonnen von Büchern verschlingt, überrascht niemanden. Doch in dieser Chronik ist derjenige, der das Objekt seiner Arbeit verschlingt, nicht er selbst, sondern ein bescheidener und unerschrockener Angestellter eines Autoschrottplatzes.
Das fliegende Auto, das seit über einem Jahrhundert fasziniert, verkörpert eine verpasste Tat. Von vielversprechenden Fortschritten bis hin zu kostspieligen Enttäuschungen erzählt seine Geschichte von unseren enttäuschten Hoffnungen, unserer Angst vor Risiken und davon, was unsere Träume von morgen über unsere Gegenwart aussagen.
Seit Flaubert sind Liebesszenen im Auto zu einem Klassiker der französischen Literatur geworden. Die Art und Weise, wie Proust sich bei der Beschreibung von Sexualbeziehungen von diesem Verfahren inspirieren ließ, lässt den Nutzen und die Grenzen der berühmten Droschken-Szene erkennen.
In diesem Gastbeitrag prangert der unabhängige Autojournalist Gil Egger die politischen Hindernisse für das an, was er als «Instrument unseres Fortschritts» bezeichnet.