In diesem offenen Brief an die ehemalige Bundesrätin ist die Schriftstellerin Nadine Richon besorgt über den einseitigen Diskurs über Israel und Palästina, der von der Sozialistischen Partei geführt wird, und ruft zu mehr Nuancen innerhalb dieser politischen Familie auf.
Die Iran-Israel-Krise hat eine alte Versuchung des Westens wiederbelebt: den Regimewechsel. Die Illusion eines sofortigen politischen Wandels scheitert jedoch an der Tatsache, dass Regime vergehen, während die Menschen, ihre Geschichte und ihre Kultur bestehen bleiben.
Am 5. September 1972 wurden elf israelische Sportler während der Olympischen Spiele in München vor dem Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts ermordet. Rückblick auf eine Tragödie, die im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
«Palästina wird vom Fluss bis zum Meer frei sein», «Unsere Sache ist wichtiger als das Gesetz»... Die Radikalität eines Teils der propalästinensischen Studenten, die die Universitäten besetzen, muss nicht mehr bewiesen werden. Reportage aus Freiburg, wo Juden sogar eingeschüchtert wurden.
Wird es nötig sein, den Forscher vom Professor zu trennen und den Professor vom Bürger, der Studenten anpöbelt und die Besetzung der Universitäten unterstützt?
Pro-palästinensische Studenten campieren Tag und Nacht in der Universität Lausanne, um Druck auf das Rektorat auszuüben. Diese Aktivisten geben vor, friedlich zu sein. Dies ist nicht der Fall.
Houthis Raketen- und Drohnenangriffe, amerikanische Vergeltungsmaßnahmen und gegenseitige Drohungen: Die Eskalation der Gewalt lässt die Hoffnungen auf Frieden im Jemen schwinden. Diese Situation, die ursprünglich mit dem Gaza-Krieg zusammenhing, geht heute weit über diesen hinaus.
Die Lizenz, die sich Israel in seiner Reaktion auf Gaza erteilt hat, untergräbt das empfindliche Gleichgewicht zwischen militärischen Notwendigkeiten und humanitären Geboten. Die Aussichten auf einen Frieden, der mehr ist als der Prolog zu zukünftigen Konfrontationen, werden dadurch noch weiter geschwächt.
Die selektive Empörung über den Nahen Osten ist abscheulich. Das am weitesten verbreitete Beispiel für dieses Phänomen? Die pro-palästinensische und vor allem antiisraelische Musik, die mit jedem Beitrag - und jedem Schweigen - ihrer eigenen Sache schadet.