Er hat mindestens dreizehn Mützen auf dem Kopf, so viele wie Sterne auf seiner Kantonsflagge. Auf der sehr kleinen Ebene der Westschweiz vertritt er eine (kleine) öffentliche Stimme. Er bietet jedem, der es hören will, seine Art, die Welt zu sehen: durch die Bewegung Appel Citoyen, die er mitbegründet hat, durch den Think Tank Foraus, den er als Vizepräsident geleitet hat, oder durch das Ethiklabor, das er noch immer mitleitet. Seine Werte packt er auch bei 19h30 aus, wenn man ihn einlädt, um über Grundfreiheiten zu sprechen, bei Le Temps, wenn er einen Fragebogen zur Nachhaltigkeit durchführt, oder auf seinem Blog, wenn er aktuelle Ereignisse analysiert und gleichzeitig seinen Forschungsgegenstand vorstellt. Und wenn man Philosoph ist, ist der «Gegenstand seiner Forschung» weit gefasst. Und verwässert.
Das im März dieses Jahres im Favre-Verlag erschienene Buch «La suite des idées» könnte als bloßer politischer Dialog zwischen zwei liberal-radikalen Persönlichkeiten aus dem Wallis verstanden werden – dem einen ehemaligen Bundespräsidenten, dem anderen Nationalrat. Das Werk ist jedoch weit mehr als das: Es liefert authentische und praxisorientierte Überlegungen zum Liberalismus. Es vermittelt einen guten Einblick in die brennenden Fragen, denen sich diese Denkrichtung in einer Zeit, in der das Individuum, die Leistung oder die Verantwortung in Frage gestellt werden, nicht entziehen kann. Pascal Couchepin öffnet uns die Türen seines Büros in Martigny, wo er sich mit Philippe Nantermod über eine Vielzahl von Themen unterhielt.
Le Valaisan Philippe Nantermod accède au Conseil national à l’âge de 31 ans. Son élection, le Chablaisien Philippe Nantermod la...