Le Regard Libre Nr. 50 - Jonas Follonier
Ich habe fünf Jahre und drei Monate lang ehrenamtlich gearbeitet, aber auch viel Spaß gehabt. Wenn ich mich morgens rasiere, frage ich mich mehr als einmal, ob dieses schöne Abenteuer nicht eher verrückt als schön ist. Wozu all die Stunden, die ich täglich in die Arbeit an dieser Zeitschrift investiere? Ausgabe bin ich davon überzeugt, dass unser Einsatz nicht nur umsonst war, sondern dass wir die Früchte unserer Arbeit auch sehen können. Hier, direkt vor unseren Augen. Wir haben uns bemüht, unseren immer zahlreicher werdenden Lesern interessantes Material zu liefern, und sind stolz auf das Ergebnis: eine Zeitschrift mit 68 Seiten, die jeden Monat durch die Leidenschaft einiger junger Leute entsteht.
Wir können stolz sein. Wir können stolz darauf sein, Debatten anzuregen und große Kulturthemen vorzuschlagen. Stolz darauf, prominente Persönlichkeiten zu unseren Abonnenten und Unterstützern zu zählen. Stolz darauf, dass wir uns bemüht haben, über den Informationsfluss hinauszudenken. Stolz darauf, dass wir angesichts des Mangels an Offenheit und Rücksichtnahme seitens einer bestimmten journalistischen und künstlerischen Kaste standhaft geblieben sind. Stolz darauf, an einen Ansatz geglaubt zu haben, an den niemand glaubte. Wir sind stolz darauf, dass wir Menschen mit unterschiedlichen Sensibilitäten zu Wort kommen ließen, die leidenschaftlich, manchmal verrückt, immer kritisch und nie fad waren.









