Die Versuchung, eine Industriepolitik zu betreiben, schwebt über der Schweiz. Doch die jüngste Wirtschaftsgeschichte – von der Uhrenindustrie bis zum Fiasko des Atomreaktors in Lucens – zeigt, dass staatliche Eingriffe die Volkswirtschaft eher schwächen als stärken.
Weltweit ist die staatliche Unterstützung von Unternehmen auf dem Vormarsch, sei es durch Subventionen oder Handelsbarrieren. Die Rechtfertigungen für eine solche Politik reichen von der Versorgungssicherheit bis zur Aufrechterhaltung strategischer Industrien.
Zurzeit hält sich die Schweiz im Allgemeinen mit Subventionen für ihre Wirtschaft zurück. Dennoch taucht in der öffentlichen Debatte immer wieder die Frage nach einer aktiveren Unterstützung von Schlüsselindustrien durch den Staat auf. Sollte das Versprechen einer starken nationalen Industrie die schweizerische Doktrin ändern? Ein Blick auf die jüngste Wirtschaftsgeschichte sollte die Verfechter des Interventionismus abkühlen.
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