Werden die Vergessenen der Literatur den Roman bekommen, den sie verdienen?
Le Regard Libre Nr. 69 - Eugène Praz
Die zeitgenössische Literatur hat eine belebende Wirkung, denn sie lässt in ihren Romanen Orte, Epochen, Generationen, Völker und soziale Klassen - sofern dieser Begriff noch gültig ist - in einer angenehmen Vielfalt von Formen und Handlungssträngen aufeinandertreffen. Diese sind manchmal sehr fantasievoll und oftmals herrlich komisch, wie zum Beispiel die Romane der beliebten Isabel Wolff, die sich vor allem an ein weibliches Publikum richten. Man könnte diese Vielfalt so sehen, dass sie jeden in seinem Platz oder auf seinem «Weg» bestärkt. Jeder? Vielleicht nicht. Im Gegenteil, es scheint, dass sich das Feld unerwarteter menschlicher Interaktionen in der Literatur zwar ausgeweitet hat, ihre innere Ausstrahlung durch die Tiefe der Charaktere und die Qualität der Beschreibungen jedoch abgenommen hat. Infolgedessen hat ihre Anziehungskraft auf das Publikum etwas an Kraft verloren. Kurz et
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