Guy de Pourtalès, Europa als literarischer Kompass

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geschrieben von Quentin Perissinotto · 26. August 2022 · 0 Kommentare

Guy de Pourtalès, ein 1881 in Berlin geborener Schweizer Schriftsteller mit französischer Staatsbürgerschaft, war einer der erfolgreichsten Autoren des Gallimard-Verlags, bevor er in Frankreich noch mehr als in der Schweiz völlig in Vergessenheit geriet. Er war offen für Europa und die Welt, blieb aber gleichzeitig seinen Wurzeln verbunden. Er schwankte ständig zwischen verschiedenen Identitäten, stand am Rande und war gleichzeitig im Zentrum der verschiedenen Sphären, der sozialen wie der ideologischen. In seinem 1937 veröffentlichten Roman La pêche miraculeuse porträtiert Guy de Pourtalès die Gesellschaft der Romandie zu Beginn des Jahrhunderts anhand der Abenteuer des jungen Genfer Aristokraten Paul de Villars. Dieser Bildungsroman, der ganz in der Tradition von Goethes Wilhem Meister steht, führt uns in die ersten Reihen der Umwälzungen des 20. Jahrhunderts, zwischen der Ruhe der Ufer des Genfer Sees und den Schützengräben des Ersten Weltkriegs.

Romancier, biographe, essayiste, chroniqueur ou enc

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Quentin Perissinotto
Quentin Perissinotto

Kundenberater und Schriftsteller, Quentin Perissinotto ist Literaturkritiker für Le Regard Libre.