Die Welt nach Quentin Mouron: «Césaire, seine Rute gegen unsere Kolonialherren».»
Jeden Monat finden Sie die Kolumne einer der Persönlichkeiten, die uns das Vergnügen bereiten, abwechselnd die Feder zu führen. In seinem Blogbeitrag untersucht der Schriftsteller Quentin Mouron ein aktuelles Thema mit seiner gewohnten Schärfe.
Die westlichen Dichter haben sich darin hervorgetan, Arschlöcher zu umgehen; sie sind Meister des Euphemismus, der Metapher und der Umschreibung; sie entblättern Rosen, sammeln Blumen, saugen den Tau aus einem Unterholz in der Morgendämmerung; sie haben vor der offenen, glitschigen, fettigen, blutigen Nacktheit zurückgeschreckt. Erst 1871, im Jahr der Pariser Kommune, schrieben Rimbaud und Verlaine zu vier Händen ihr berühmtes «Sonnet du trou du cul», eine ungeschminkte und handschuhfreie Feier der Analöffnung. Es ist die Geburtsstunde einer Poesie der realen Körper, der nackten Körper, der Körper aus Wasser und Blut, der Körper aus Schweiß und Lust.
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