Welt Analyse

Zypern: zwei widersprüchliche Erinnerungen

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geschrieben von Antoine Lévêque · 18. November 2024 · 0 Kommentare

Im Juli dieses Jahres erinnerten Griechen und Türken an den 50. Jahrestag der Teilung Zyperns. Ein Anlass für einen Überblick über die politische Situation und wie sie sich in Zukunft entwickeln könnte.

Eine Insel, zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen auf die Vergangenheit, die sich gegenüberstehen. So könnte man die Situation auf Zypern in den letzten fünfzig Jahren zusammenfassen. Denn seit die Türken 1974 die Kontrolle über den Norden der Insel übernahmen, existieren zwei unversöhnliche Versionen des Geschehens nebeneinander. Auf der einen Seite halten die Behörden der südlich gelegenen Republik - deren Einwohner größtenteils griechisch sprechen und eine griechische Kultur haben - die schmerzhafte Erinnerung an das, was sie als klare Verletzung ihrer Souveränität erlebt haben, aufrecht. Die türkischen Zyprioten im Norden, die von der Türkei unterstützt werden, sind der Meinung, dass die Intervention der türkischen Armee, weil sie auf einen Versuch folgte, die Republik Zypern zu erobern, die Souveränität der Republik Zypern untergraben hat.

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