El Salvador als Anwendung von Hobbes' Leviathan
El Salvadors Präsident Nayib Bukele diskutiert mit seinem Kabinett im Jahr 2019. Foto: Casa Presidencial El Salvador (via Wikimedia), unter CC0 1.0
Nayib Bukele, der ab 2019 an der Spitze El Salvadors stehen wird, verfolgt eine schockierende Politik, um die Kriminalität zu senken. Seine Vision von Macht erinnert an einen Klassiker der politischen Philosophie: Thomas Hobbes' "Leviathan".
«Einsam, elend, gefährlich, brutal und kurz» - so charakterisierte Thomas Hobbes das menschliche Leben ohne die Regulierung durch einen Herrscher. Diese im 17. Jahrhundert geschriebenen Worte haben seit den 2000er Jahren einen beunruhigenden Widerhall im Alltag der Menschen in El Salvador gefunden. Eingebettet zwischen Guatemala und Honduras und mit Blick auf die Weite des Pazifiks war El Salvador mehr als zehn Jahre lang Schauplatz extremer Gewalt. Die Ursache dafür waren Kriege und Übergriffe mafiöser Banden - der Maras -, die jede Hoffnung auf menschliche und wirtschaftliche Entwicklung unmöglich machten.
Im Jahr 2019 kam es zu einer entscheidenden Wende, als Nayib Bukele zum Präsidenten gewählt wurde.
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