Förderung des Unternehmergeistes

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geschrieben von Jonas Follonier · 25. Februar 2025 · 0 Kommentare

Die Risikobereitschaft, die das Unternehmertum kennzeichnet, ermöglicht es dem Menschen, seine Freiheit und Verantwortung bis zum Äußersten auszuüben. Diese Form der Selbstverwirklichung, die der Selbstverwirklichung der Gesellschaft förderlich ist, hat einen besonderen Wert.

Es sind nicht in erster Linie die Manager oder die Arbeitnehmer, die Wohlstand schaffen. Es sind in erster Linie die Unternehmer. Ähnlich wie ein Künstler oder Wissenschaftler ist der Unternehmer ein Erfinder. Und wenn die von ihm angebotene Ware oder Dienstleistung einem Bedürfnis entspricht, kann ein Abenteuer beginnen. Es wird sowohl für den Ideengeber als auch für die Gesellschaft von Vorteil sein, indem es ein neues Angebot schafft, Arbeitsplätze schafft, Ressourcen optimiert und anderen Kreativen die Möglichkeit gibt, ihn zu übertreffen.

Unternehmerisch tätig zu sein bedeutet, Risiken einzugehen. Sich zu engagieren, auch wenn man scheitert. Ausdauer und damit Geduld zu haben. Investieren Sie Ihre Zeit, mehr noch als Ihr Geld. Manchmal muss man auf die 52.. Idee, so dass es diejenige ist, die abhebt, wie bei des Serialunternehmers Alan Frei. Die hohen Löhne in der Schweiz und die Sicherheit, die sie bieten, können junge Menschen davon abhalten, diesen gefährlichen Weg einzuschlagen. Nur 38% der Schweizer betrachten das Unternehmertum als attraktive Karriereoption - ein weitaus geringerer Anteil als in vergleichbaren Volkswirtschaften. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, darüber nachzudenken, wie die Berufung zum Unternehmertum gefördert werden kann.

Wertschätzung von Wahl und Versagen

Timon Zimmermann, 32, hat zwei erfolgreiche Unternehmen, Visium und MageMetrics, im wettbewerbsintensiven Bereich der künstlichen Intelligenz aufgebaut. Für den in La Béroche (NE) geborenen Zimmermann ist Unternehmertum in erster Linie eine Lebensentscheidung. «Es war der Wunsch, ein absichtsvolles Leben zu führen, das mit meinen persönlichen Zielen in Einklang steht, der mich dazu gebracht hat, Unternehmer zu werden», gesteht er in einem Interview für diese Sonderausgabe.

Um den Unternehmergeist zu fördern, scheint ein Mentalitätswandel durch das Teilen konkreter Geschichten unerlässlich zu sein. Timon plädiert daher für eine bessere Wertschätzung des unternehmerischen Werdegangs in den Schulen und in der Gesellschaft. Das Scheitern wird immer noch zu sehr stigmatisiert, obwohl es zum Leben eines Unternehmers dazugehört. Unternehmertum muss als ein Weg gesehen werden, der einen weiterbildet, auch - oder gerade! - auch bei Rückschlägen.

Spezialisierung und Innovation

Timon hebt auch die Chancen hervor, die sich aus der Spezialisierung ergeben. In einem Umfeld, in dem Technologiegiganten dominieren, ist es von entscheidender Bedeutung, sich durch Lösungen zu differenzieren, die auf Nischen zugeschnitten sind. Diese Strategie liegt übrigens in der DNA der Schweiz, die die Spezialisierung zu einem der Geheimnisse ihres Erfolgs gemacht hat. Um in den verschiedenen internationalen Rankings an der Spitze zu bleiben, ist unser Land ohne Zugang zum Meer und ohne Rohstoffe dazu verurteilt, besser als die anderen zu sein.

Timon nennt als Beispiel seine Plattform MageMetrics, die auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich Datenmanagement abzielt. Dieser vertikale Ansatz ermöglicht es, Möglichkeiten zu finden, die von großen, generalistischen Firmen übersehen werden.

Der Jungunternehmer betont auch, wie wichtig es ist, kreative Profile für sein eigenes Team zu gewinnen: «Eine Person mit einer unternehmerischen Ader hat keine Angst vor Ungewissheit und kann Lösungen finden.»

Diese Philosophie deckt sich mit derjenigen von Carole Hubscher, der Präsidentin von Caran d'Ache. Die Vertreterin der vierten Generation an der Spitze des Genfer Unternehmens spricht in dieser Veröffentlichung die Bedeutung eines sinnstiftenden und zur Innovation anregenden Arbeitsumfelds.

Regulierung und Risikokapital

Strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen. In der Schweiz ist der Zugang zu Risikokapital für junge Unternehmen nach wie vor ein Hindernis, obwohl die Dinge differenzierter sind und es Grund zur Hoffnung gibt. Investoren warten lieber, bis sich ein Modell bewährt hat, bevor sie massiv investieren. Das muss sich endlich ändern, ebenso wie die ungünstigen Rahmenbedingungen für Neugründungen.

Die Vernissage am 29. Februar dieser Sonderausgabe mit dem Erfahrungsaustausch der Unternehmer Etienne Jornod, Mehrheitsaktionär von MO Pharma, und Léa Miggiano, Mitbegründerin von Carvolution (das Interview lesen) markiert den Grundstein für das Projekt «Unternehmergeist», das von Schweizer Monat und Der Freie Blick.

Abschluss in Philosophie und von Beruf Journalist, Jonas Follonier ist Chefredakteur des Regard Libre.

Sie haben soeben einen frei zugänglichen Leitartikel aus unserer Operation gelesen. «Unternehmerischer Geist» und in unserer Beilage «Es lebe der Unternehmergeist!» (Le Regard Libre Sonderausgabe Nr. 5).
Jonas Follonier
Jonas Follonier

Bundeshauskorrespondent für «L'Agefi», Singer-Songwriter, Jonas Follonier ist Gründer und Chefredakteur von «Regard Libre».

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