Platon, Kritik der Demokratie
Platons Statue in der Akademie von Athen. Foto: Edgar Serrano (CC BY-NC-SA)
Ist ein politisches System, das auf individueller Freiheit beruht, erstrebenswert? Platon sah schon vor 2500 Jahren in der Demokratie eine chaotische politische Organisation, die zu Unordnung und schliesslich zur Tyrannei führt.
Platons politische Theorie kann als die Übertragung seiner metaphysischen Lehre, die die Unvollkommenheit der sinnlich wahrnehmbaren, veränderlichen und instabilen Welt der Welt der Formen, die unveränderlich und vollkommen sind, gegenüberstellt, in die Geschichte gelesen werden. Nachdem Platon in Buch VIII der Republik das vollkommen richtige politische System definiert hat, befasst er sich mit den tatsächlich existierenden Regimen und zeichnet ihre Entwicklung durch einen Prozess des Verfalls nach. Jedes neue Regime entsteht aus der Korruption des vorherigen, und in dieser Hierarchie steht die Demokratie an vorletzter Stelle, direkt vor der Tyrannis, die sie hervorbringt.
Ein langsamer VerfallFür Platon ist Dekadenz
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