Die Schweiz muss sich gegen die Regulierung der Online-Rede wehren
Foto: Robin Worrall (Unsplash)
Während sich Bern anschickt, die sozialen Netzwerke zu regulieren, rücken Desinformation und Hassreden wieder in den Mittelpunkt der Frage nach dem öffentlichen Informationsdienst. Einige wollen einen strengeren Rahmen, doch die digitale Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Kaum hat der Bundesrat seinen Gesetzesentwurf zur Regulierung sozialer Netzwerke angekündigt, hagelt es bereits Kritik. Der aktuelle Text schlägt vor, eher das Moderationsverfahren als den Inhalt zu regulieren. Ein minimalistischer Ansatz, der nur auf sehr große Plattformen ausgerichtet ist, während die Europäische Union mit ihrem Digital Services Act eine strengere Regulierung anwendet. Die von der Europäischen Kommission gegen X verhängte Geldstrafe in Höhe von 120 Millionen Euro ist ein aktuelles Beispiel, das sogar in der Trump-Regierung heftige Reaktionen hervorgerufen hat und den Chef der Plattform, Elon Musk, dazu veranlasst hat, an die Regierung zu appellieren, dass er die Plattform nicht mehr weiterführen dürfe.
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