Autorin: Antoine-Frédéric Bernhard
Antoine-Frédéric Bernhard

ANTOINE-FRéDéRIC BERNHARD

Antoine-Frédéric Bernhard ist freier Journalist und Philosophiestudent. Er ist stellvertretender Chefredakteur von Le Regard Libre.

Das föderale Europa von Denis de Rougemont

Das föderale Europa von Denis de Rougemont

DOSSIER «VOUS AVEZ DIT EUROPE?», Antoine-Frédéric Bernhard | Von einer der wichtigsten intellektuellen Figuren des 20. Jahrhunderts, einem Schweizer noch dazu, hört man nur sehr wenig. Das liegt wahrscheinlich an der Faulheit, denn das gesamte Werk von Denis de Rougemont ist seit 2020 dank der Arbeit mehrerer Forscher der Universität Genf kostenlos im Internet zugänglich. Dieser ausufernde Schriftsteller widmete einen Großteil seines Werks dem Europa, das er zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion zerrieben sah. In seinem Offenen Brief an die Europäer aus dem Jahr 1970 - einem Plädoyer für die kulturelle Identität Europas - vertrat der Genfer Schriftsteller die Idee eines integralen Föderalismus, der sich auf einen Regionalismus stützt, der sich gegen jede Form des modernen Nationalismus richtet. Seine Überlegungen zur Einheit Europas erweisen sich heute als relevanter denn je. Kurzer Überblick.
Auf dem Weg zu einer neuen geopolitischen Weltordnung

Auf dem Weg zu einer neuen geopolitischen Weltordnung

ANALYSE, Antoine Bernhard | Die Geopolitik lehrt uns eines: Staaten haben Interessen, die sich nach einer bestimmten Weltordnung ausrichten. Diese Ordnung definiert sich ständig neu, insbesondere in Krisenzeiten wie Kriegen. Die verschiedenen Staaten und beteiligten Kräfte setzen ihre Schachfiguren ein, um sich entsprechend ihren Interessen die bestmögliche Position innerhalb dieser Ordnung zu sichern. Dies ist gewissermaßen die grundlegende Funktionsweise der internationalen Beziehungen, die durch die aktuelle Krise erschüttert werden. Ein Blick auf einige wichtige geopolitische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Keine Polemik ist unschuldig

Keine Polemik ist unschuldig

DOSSIER IRONIE, Antoine Bernhard | Überall patrouillieren militante Gruppen der radikalen Linken und bestrafen jede Abweichung von der neuen politischen Korrektheit mit einer Flut von Empörung. Dies führt zu Polemiken, die man heute üblicherweise als «woke» bezeichnet. Sie sind zwar in der Minderheit, aber dennoch nicht unschuldig. Denn sie werden immer zahlreicher und sind Teil eines politischen Projekts, dessen Taktik es zu verstehen gilt. Analyse.