DOSSIER «HABEN SIE EUROPA GESAGT?», Quentin Perissinotto | Der Schweizer Schriftsteller Guy de Pourtalès, der zwar die französische Staatsbürgerschaft annahm, aber 1881 in Berlin geboren wurde, war einer der erfolgreichsten Autoren des Gallimard-Verlags, bevor er völlig in Vergessenheit geriet – in Frankreich noch mehr als in der Schweiz. Er war offen für Europa und die Welt, blieb aber gleichzeitig seinen Wurzeln verbunden. Ständig wurde er zwischen verschiedenen Identitäten hin- und hergerissen und bewegte sich am Rande, stand aber zugleich im Zentrum verschiedener sozialer und ideologischer Sphären. In „La pêche miraculeuse“, erschienen 1937, zeichnet Guy de Pourtalès ein Bild der Westschweizer Gesellschaft zu Beginn des Jahrhunderts anhand der Abenteuer eines jungen Genfer Aristokraten, Paul de Villars. Dieser Bildungsroman, ganz in der Tradition von Goethes „Wilhelm Meister“, versetzt uns in die erste Reihe der Umwälzungen des 20. Jahrhunderts, zwischen der Ruhe an den Ufern des Genfer Sees und den Schützengräben des Ersten Weltkriegs.
Nuit scribe ist Eva Marzis bemerkenswerter und viel beachteter erster Gedichtband. Bemerkenswert wegen seiner literarischen Qualität; bemerkenswert, weil...
Am Wasser liegend, mit nach Sonnencreme duftenden Seiten, habe ich diesen Roman aus dem Jahr 2017 gelesen...
Nach Der letzte Sommer in der Stadt, einem Kultroman des italienischen Autors Gianfranco Calligarich, der in den 1970er Jahren veröffentlicht wurde und...
„Der letzte Sommer in der Stadt“ ist ein Meisterwerk, das aus der Vergessenheit zurückgeholt wurde. Der Roman, der in den 70er Jahren in Italien erschien, erlebt einen...
Les bouquins du mardi – Quentin Perissinotto Annie Ernaux s’est imposée au fil des ans comme l’une des figures majeures de la...
Le Regard Libre Nr. 84 - Quentin Perissinotto Dossier «Der Mensch und das Tier» Im Laufe der Literaturgeschichte begegnen wir einer...
Die Dienstagsbücher – Quentin Perissinotto Eine Widmung des Autors an den Verleger als Rückseite, ein Umschlag aus einer Collage...
DOSSIER IRONIE, Quentin Perissinotto | «Récent lauréat du prix de Flore, "Le Voyant d’Etampes" est la radiographie de la fracture entre deux générations qui ne se comprennent plus, le portrait de la déliquescence d’une époque, incapable de se confronter à l’effritement de ses illusions et de répondre aux nouvelles préoccupations antiracistes. Un sujet sensible qui se révélera très vite brûlant lorsque l’idéologie woke se chargera de son emballement médiatique. Une dimension sociétale qui transportait dans mon imaginaire de lecteur son escarcelle de traquenards romanesques et de craintes littéraires. Mais comme ce roman traite du cloutage au pilori d’un auteur que l’on n’a pas lu, il aurait été cocasse que j’en fasse de même. Alors soyons résolument dissidents, lisons-le!»