Antigone im Zeitalter des Medienrummels

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geschrieben von Malika Brigadoi · 02. Dezember 2020 · 0 Kommentare

Unveröffentlichter Artikel - Malika Brigadoi

Castellinaria ist ein Festival, das sich der Jugend widmet, was sich sowohl in seinem Zielpublikum als auch in seinen vier Jugendjurys widerspiegelt. Diese 33. Ausgabe fand vollständig online statt und bot ein qualitativ hochwertiges Programm - sowohl auf narrativer und ästhetischer als auch auf technischer Ebene. Im Wettbewerb Young konkurrierten acht Filme, darunter Antigone von Sophie Deraspe. Der Film wurde am vergangenen Samstag in die Liste der Preisträger aufgenommen, da er von beiden Jurys in seiner Kategorie gelobt wurde. Es erhielt eine Auszeichnung von der Jury Fuori le Mura und den Preis «Umwelt und Gesundheit: Lebensqualität» von der italienischsprachigen Jury.

Antigone (Nahéma Ricci) ist nach dem brutalen Tod ihrer Eltern mit ihrer Schwester (Nour Belkhiria), ihren beiden Brüdern und ihrer Großmutter aus ihrem Heimatland geflohen und auf kanadischem Boden gelandet. Sie kämpft gegen das Gesetz und die Ungerechtigkeit, um ihren Bruder Polynice zu verteidigen, ungeachtet der offiziellen Moral und seiner fragwürdigen Taten. Antigone ist bereit, sich für ihn zu opfern, aber ist er nicht der einzige, der über seine Entscheidungen bestimmt? Das ist nicht die Frage: Antigone vermittelt eine Botschaft über die staatliche Justiz - indem er auf intelligente Weise deren Absurditäten angreift -, die Familie, die Selbstfindung und die Kämpfe, die jeder für sich selbst entscheidet.

La réalisatrice, qui n’en est plus à son coup d’essai, remet au goût du jour l’antique tragédie homonyme de Sophocle, dans son cinquième long métrage. Elle conserve les prénoms grecs et le phrasé poétique et traduit le chœur par les médias de masse. Les paroles et les images de l’héroïne deviennent virales sur les réseaux sociaux. Ces séquences montrent la fragilité de la sphère privée face à la surmédiatisation et combien il est difficile de maîtriser le feu une fois que l’étincelle a pris. Ce battage médiatique permet à Antigone de rallier les foules à sa cause, mais lui est également défavorable puisqu’il crée, en manipulant les images pour augmenter leur audimat, des amalgames malheureux entre son combat et ses origines arabes d’un côté, et l’islamisme politique de l’autre.

Die Bildkomposition und die Farbwahl bezaubern den Betrachter und tragen eine starke Botschaft über die Psychologie der Figur Antigone in sich. Nahéma Ricci, entdeckt in Besetzung wild - wie die meisten anderen Darsteller - verkörpert mit Bravour eine mutige, sensible, tugendhafte und auf ihr Herz hörende junge Frau, die eine schwierige Entscheidung zwischen ihrer Zukunft und ihrem Bruder treffen muss. Der Schnitt, der bis zum Ende kontrolliert wird, ist sehr genau rhythmisiert mit beträchtlichen Kontrasten zwischen Sequenzen in einem Zentrum für jugendliche Straftäter und anderen, die diesen berühmten Mediendiskurs tragen, was den Teufelskreis, in dem sich Antigone befindet, aufrechterhält.

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Antigone konnte durch seine technischen, erzählerischen und ästhetischen Qualitäten glänzen. Der Film propagiert Werte wie Empathie und Unterstützung. Er transportiert und unterhält seine Zuschauer, während er gleichzeitig eine große philosophische und soziale Bedeutung hat. Der Spielfilm wurde übrigens ausgewählt, Kanada bei den Oscars in der Kategorie "Bester internationaler Film" zu vertreten. Ein bewegender und treffender Film, der eine Vielzahl von Themen berührt und Lust auf die zukünftigen Werke der québecer Filmemacherin Sophie Deraspe macht.

Fotos: © Ligne 7

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