Camille Paglia oder der anti-viktimistische Amazonenfeminismus
Camille Paglia in São Paulo im Jahr 2015. Foto: Fronteiras do Pensamento (via Wikimedia Commons), unter CC BY-SA 2.0 und Flickr
Camille Paglia, geboren 1947, ist eine emeritierte Kunsthistorikerin der Universität von Philadelphia. Sie ist vor allem als die provokanteste zeitgenössische Feministin der USA bekannt. Elemente eines Denkens, das den Opferfeminismus missbraucht.
Als echte Nietzsche-Schülerin ist Camille Paglia in allen Kämpfen und Paradoxien zu Hause. Als Feministin will sie die Frauen vom Feminismus befreien. Als Lesbe wendet sie sich gegen den homosexuellen Kommunitarismus. Als Atheistin bekennt sie sich zu ihrem römisch-katholischen Erbe. Als Libertäre lehnt sie hormonelle und chirurgische Eingriffe bei Vorpubertären im Geschlechtsübergang ab.
In ihrem Buch „Free women, free men“ (2017) bringt sie ihre Ideen und Kritikpunkte in einem leidenschaftlichen Stil zum Ausdruck, der Aphorismen, scharfsinnige Einsichten und historische Analysen miteinander verbindet. Sie schießt mit scharfer Zunge gegen fast alle feministischen Persönlichkeiten, mit Ausnahme von Simone de Beauvoir und ihrem Buch „Le
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