Endgültige Entscheidung für Fabrice A.?
Blick auf die Gegenwart - Loris S. Musumeci
Der Fall «Fabrice A.» sorgt noch immer für Gänsehaut. Der betreffende Psychopath hatte am 12. September 2013 seiner Sozialtherapeutin Adeline die Kehle durchgeschnitten. Nach einem Ersturteil abgebrochen in letzten Januar wegen «einer offensichtlichen Voreingenommenheit gegen den Angeklagten», wie die Verteidigung sagte, fand letzte Woche der zweite Prozess statt.
Die Situation ist nach wie vor heikel und empörend. Während die psychiatrischen Sachverständigen Fabrice A. langfristig die Möglichkeit einer Veränderung bescheinigten, schleppt die Klägerin weiterhin ihr Leid und ihre Unersättlichkeit mit sich herum. Der Durst nach Gerechtigkeit verpflichtet. Das Urteil wird für Mittwoch erwartet.
Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter diesem schrecklichen Fall? Die argumentativen Fehltritte der Verteidigung. Ihr Ziel war es ursprünglich, zu beweisen, dass der Mord nicht vorsätzlich begangen worden war. Die ständigen Widersprüche in den Aussagen des Angeklagten haben diesen Weg jedoch versperrt. Indem er immer wieder von seinen Mordplänen gegen die Frau erzählte, die seine primitivsten sexuellen Fantasien verkörperte, und dann in die Rolle des Opfers seiner psychischen Erkrankung schlüpfte, verlor der Angeklagte jegliche Glaubwürdigkeit. Sein Anwalt, Maître Arnold, plädierte daraufhin dafür, dass eine lebenslange Unterbringung sinnlos sei. «Der Mut in diesem Fall besteht nicht darin, eine lebenslange Unterbringung zu verhängen, sondern vielmehr darin, sie nicht zu verhängen», wagte er zu sagen.
Und man beruft sich erneut auf die schwierige Kindheit von Fabrice A., der heute trotz der begangenen Straftat einen Funken Hoffnung als Antwort verdienen würde. «Er weiß, dass die Chancen, sein Leben nicht im Gefängnis zu beenden, so gut wie null sind, aber lasst den Funken nicht erlöschen.»
Die Geschichten über Kindheitstraumata und Haarsträhnen konnten nicht überzeugen. Maître Ntah, der Anwalt der Familie von Adeline, drückte sich deutlich klarer aus: «Fabrice A. ist ungeheuer grausam und wird sich niemals ändern», nachdem er daran erinnert hatte, dass der Mörder – ob mit Vorsatz oder nicht – auf jeden Fall «schuldig ist, Freude daran gehabt zu haben, [Adeline] sterben zu sehen.»
Schreiben Sie dem Autor: loris.musumeci@leregardlibre.com
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