Versöhnung von kinderlosen Frauen und überforderten Müttern
Die Journalistin Marianne Grosjean, Kolumnistin bei Regard Libre. Zeichnung von Nathanael Schmid
Anlässlich des Muttertags plädiert unsere Kolumnistin Marianne Grosjean für eine Win-Win-Zusammenarbeit, die ein Paradoxon der heutigen Mutterschaft zwischen Kinderwunsch und elterlicher Erschöpfung auflösen würde.
Am Sonntag, dem 11. Mai, werde ich meine erste Nudelkette bekommen. Ich freue mich darauf, auch wenn ich als Mutter von Kleinkindern zugeben muss, dass Hilfe im Alltag das eigentliche Geschenk wäre.
Dass das Muttersein eine Herausforderung ist, ist nichts Neues. Es ist sogar ein aktueller Trend in der Schweiz. Dies zeigt sich unter anderem in alarmierenden Zahlen zu postpartalen Depressionen (fast jede fünfte Mutter) und elterlichem Burn-out (5% der Eltern), aber auch in einer beunruhigenden Fülle an Büchern über mütterliche Reue. Der Rückgang der Geburtenrate (1,28 Kinder pro Frau im Jahr 2024) steht möglicherweise in Zusammenhang mit diesen Phänomenen.
Ein weiterer Trend, der sich abzeichnet
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