Ehe = Liebe?
Diese Frage stellt sich nicht einmal. Die Zeiten der arrangierten und erzwungenen Ehen sind vorbei. Heute ist es selbstverständlich, dass man aus Liebe, für die Liebe, mit der Liebe und in der Liebe heiratet. Wobei «Liebe» ein großes Wort zu sein scheint, wenn man bedenkt, dass fast die Hälfte aller Ehen nicht darauf wartet, dass «der Tod uns scheidet», sondern dass die Scheidung das schon vorher erledigt. In Wirklichkeit wird heute aus einem anderen Impuls heraus geheiratet: aus Liebe. Das führt zu einer ganz besonderen Form der Beruhigung: Folklore, sowohl bei standesamtlichen als auch bei kirchlichen Trauungen.
Die folkloristische HochzeitEins, zwei, drei und der Brautstrauß wird geworfen. Die besten Freundinnen der Braut beeilen sich, auch nur ein paar Blütenblätter aufzuheben. Eines Tages werden auch sie die reinen, weiß gekleideten Prinzessinnen eines Prinzen sein, der selbst mit einem Bauch noch charmant ist. So viel Freude, so viel Lachen, so viel Tränen
Dieser Inhalt ist unseren Abonnenten vorbehalten.